neues deutschland: SPD-Politikerin und Publizistin Elke Leonhardüber den Zustand ihrer Partei: "Drei Große Koalitionen sind zwei zu viel"
ID: 1582024
Elke Leonhard überzeugt. Gegenüber der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe) bekennt die
Politikerin und Publizistin, die seit 1968 der SPD angehört, nicht
glücklich über die Entscheidung der Parteiführung zu sein, erneut
eine Regierung mit CDU und CSU einzugehen. Die Witwe des 2014
verstorbenen Kommunismus-Experten und Buchautors Wolfgang Leonhard
("Die Revolution entlässt ihre Kinder") befürchtet: "Die große
Sozialdemokratische Partei marginalisiert sich bis zur
Unkenntlichkeit."
Die Autorin von Fernsehdokumentationen und Herausgeberin der
Publikationsreihe "Europäische Zeitzeugen" war in ihrer Zeit als
Bundestagsabgeordnete kultur- und außenpolitische Sprecherin der
SPD-Fraktion. Von 1999 bis 2006 fungierte sie als Präsidentin der
Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft. Im "nd"-Interview betont
sie: "Will die SPD ihre mausgraue Uniformität über Bord werfen und
ihre an Sklerose grenzenden autoritären Strukturen überwinden, so
muss sie sich öffnen." Dazu gehört ihrer Meinung nach, "Beschlüsse
nicht mehr à la Politbüro in Hinterzimmern, sondern auf offener
Bühne" zu fassen.
Den Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert nennt sie einen "Glücksfall
für die Partei": "Er hat bewiesen, dass er Menschen bewegen und
mobilisieren kann." Andrea Nahles traut sie den SPD-Vorsitz zu: "Den
Top-Job der Vorsitzenden würde sie nicht schlechter machen als viele
ihrer männlichen Vorgänger seit Willy Brandt." Den derzeit in der
Partei herrschenden rauen Ton bedauert Elke Leonhard, die deftige
Wortwahl von Andrea Nahles kommentiert sie hingegen mit den Worten:
"Es gehört zu ihrer Authentizität, sich der Sprache der
Kirmesburschen zu bedienen. Nahles mit elaborierter Sprache wäre
befremdend. Dennoch: Sie ist grundehrlich, fest im christlichen
Glauben verankert und steht für die Werte der Sozialdemokratie."
Letztlich ist Elke Leonhard trotz schlechter Umfrageergebnisse der
SPD überzeugt: "Die deutsche Sozialdemokratie wird sich - wie so oft
in ihrer Geschichte - gründlich erneuern und ein bedeutender
Stabilisator deutscher Identität bleiben."
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.02.2018 - 15:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1582024
Anzahl Zeichen: 2640
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 202 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: SPD-Politikerin und Publizistin Elke Leonhardüber den Zustand ihrer Partei: "Drei Große Koalitionen sind zwei zu viel""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Saarbrücker Zeitung: CDU-Kreise: Tobias Hans soll Ministerpräsident des Saarlandes werden ...
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Saarländischen Landtag, Tobias Hans (40), soll nach Informationen der "Saarbrücker Zeitung" Nachfolger von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer werden, die als Generalsekretärin der CDU Deutschlands nach Berlin wechselt. Die CDU-Landesv
RTL/n-tv-Trendbarometer / FORSA AKTUELL: Zwei Drittel der Deutschen wollen, dass die CDU eine Partei der Mitte bleibt ...
CDU-Anhänger wollen keinen Rechtsruck Vor dem Hintergrund des Richtungsstreits innerhalb der CDU hat forsa im Auftrag der Medien-gruppe RTL bei den Bundesbürgern nachgefragt: Soll die Christlich Demokratische Union "künftig stärker nach rechts rücken und konservativer werden"? Z
RTL/n-tv-Trendbarometer / FORSA AKTUELL: Politiker-Ranking - Merkel bleibt auf Platz 1 - Habeck stärkster Neuzugang - Söder überflügelt Seehofer - Nahles rutscht ab ...
Habeck, Kramp-Karrenbauer und Söder sind Aufsteiger des Monats Welchen Politikern schenken die Deutschen in dieser Woche das größte Vertrauen, so die Frage des aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer. Das Ranking von forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL zeigt: Markus Söder ist der "Aufste
RTL/n-tv-Trendbarometer / Forsa aktuell: Andrea Nahles derzeit chancenlos gegen Angela Merkel - Die Deutschen haben wenig Vertrauen zur designierten SPD-Chefin - Sozialdemokraten fallen auf 16 Prozent ...
Nur 16 Prozent würden Nahles wählen Viele in der SPD setzen darauf, dass die designierte Parteichefin Andrea Nahles die Sozialdemokra¬ten aus der Krise führen kann. Ein Großteil der Bundesbürger allerdings ist skeptisch, so die Ergeb¬nisse des aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometers. In ein




