Rheinische Post: Kommentar /Überfälliger Schritt
= Von Kirsten Bialdiga
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Übergangskandidaten bezeichnet. Der Chef der Landes-SPD ließ sich
nach der historischen Wahlniederlage in NRW nur für einen Zeitraum
von zwei Jahren wählen. Noch kürzer fiel die Amtszeit von
Fraktionschef Norbert Römer aus. Sein Mandat läuft Ende Mai aus. Mit
dem 61-jährigen Groschek und dem 71-jährigen Römer treten zwei
Sozialdemokraten ab, die für die alte Ruhrgebiets-SPD stehen. Die
Anfänge ihres politischen Engagements fielen in eine Zeit, in der die
SPD mit absoluten Mehrheiten unbehelligt in Düsseldorf regieren
konnte. Und in der das Ruhrgebiet die Herzkammer auch der Bundes-SPD
war. Diese Zeiten sind längst vorbei. Ihre Kern-Klientel ist der SPD
weitgehend abhandengekommen. Daher gilt es, den Prozess der
Erneuerung schleunigst voranzutreiben. Es ist gut, dass Groschek
erkannt hat, dass er dafür nicht der Richtige ist. Die SPD kann es
sich nicht leisten, weitere wertvolle Monate verstreichen zu lassen,
ohne dass die Parteireform entscheidend vorankommt. Groscheks Schritt
war überfällig.
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Datum: 16.03.2018 - 20:55 Uhr
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