Allg. Zeitung Mainz: Ideenlos / Kommentar von Frank Schmidt-Wyk zum "konservativen Manifest"
ID: 1598016
wenn Union und SPD in der Mitte einen starken, einigermaßen
geschlossenen Block bilden und zumindest eine grobe Vorstellung davon
entwickeln, wo es hingehen soll. Davon sind beide Partner momentan
allerdings weit entfernt: Sowohl innerhalb der SPD als auch im Lager
von CDU/CSU drängen starke Kräfte auf eine Kurskorrektur nach links
beziehungsweise rechts. Mit dem Unterschied, dass die Richtungskämpfe
bei den Sozialdemokraten traditionsgemäß im Schaufenster ausgetragen
werden, während es bei der Union eher hinter den Kulissen knirscht.
Jetzt wagt sich die Fraktion der parteiinternen Merkel-Kritiker doch
mal aus der Deckung und legt ein Papier mit dem großspurigen Titel
"konservatives Manifest" vor. In erster Linie mit einer
restriktiveren Zuwanderungspolitik und einer Rückbesinnung auf das
traditionelle Familienmodell will die "Werte-Union" das konservative
Profil der Union schärfen und der AfD das Wasser abgraben. Nüchtern
betrachtet ist das kein progressiver Zukunftsentwurf, sondern das
Gegenteil, nämlich die Formulierung einer Strategie des Einigelns. Wo
sind die kreativen konservativen Konzepte für die komplexen Probleme
unserer Zeit? Fehlanzeige - sowohl bei der Kanzlerin als auch bei
ihren internen Gegnern. Letztendlich erwecken alle drei
Regierungsparteien bislang den Eindruck, vor allem mit sich selbst
beschäftigt zu sein, das Land bestenfalls zu verwalten anstatt
politisch zu gestalten. Genau diese breiige Ideen- und
Antriebslosigkeit in der Mitte ist es, die den rechten Rand stärkt -
eine klare Botschaft der letzten Bundestagswahl. Die Berliner
Koalitionäre haben sie offenbar immer noch nicht ganz verinnerlicht.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Alexandra Maus
Newsmanagerin
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.04.2018 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1598016
Anzahl Zeichen: 2143
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 392 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Ideenlos / Kommentar von Frank Schmidt-Wyk zum "konservativen Manifest""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Münster ...
Die Frankfurter Rundschau kommentiert die Reaktionen auf die Amokfahrt von Münster: Islamisten können mit mehr Aufmerksamkeit rechnen als ein deutscher Amokläufer mit psychischen Problemen. Im ersten Fall gibt es Sondersitzungen und -sendungen, im zweiten eher nicht. Dieser Mechanismus ha
neues deutschland: Berliner Weglaufhaus»Villa Stöckle« kämpft ums Überleben ...
Nur noch für ein halbes Jahr ist nach eigenen Angaben der Betrieb des Weglaufhauses »Villa Stöckle« in Berlin-Frohnau gesichert. Psychiatriebetroffenen soll in der Einrichtung eine Alternative zur stationären Psychiatriebehandlung sowie zu Psychopharmaka geboten werden, Fremdbestimmung wir
Der Tagesspiegel: Solidarisches Grundeinkommen führt nicht aus Hartz IV heraus ...
Das solidarische Grundeinkommen, das Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller vorgeschlagen hat, würde die Betroffenen nicht aus Hartz IV herausführen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Markus Kurth hervor, die dem Berliner &
Der Tagesspiegel: Mein Bruder, der Mörder: Schwester von Unterwelt-König Willem Holleeder lebt in Todesangst ...
In den Niederlanden steht derzeit Amsterdams berüchtigter Unterwelt-König Willem Holleeder vor Gericht, auch weil seine Schwester gegen ihn ausgesagt hat. Seitdem lebt Astrid Holleeder in Angst, fährt gepanzerte Wagen, trägt schusssichere Westen. Sie ist überzeugt, irgendwann durch ihren Br




