Stv. FDP-Chef Kubicki fordert neue außenpolitische Rolle Deutschlands in der Welt und bestreitet Machtkampf mit Parteichef Lindner
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Wolfgang Kubicki hat am Rande des Bundesparteitags der Liberalen in
Berlin deutlich gemacht, dass wegen der Russland-Politik kein Streit
zwischen ihm und Parteichef Christian Lindner entstanden sei. "Es
gibt keine Machtprobe oder einen Machtkampf. Es ist ein reiner
Methodenunterschied. Dass wir eine neue Dialogkultur mit Russland
brauchen, ist in der Partei völlig unbestritten", so Kubicki im
Fernsehsender phoenix (Samstag, 12. Mai). Der FDP-Vize plädierte
dafür, sich bei den Wirtschafssanktionen gegen Russland "etwas
zurückzunehmen". Eine Verbesserung des Verhältnisses sei dringend
notwendig. "Wir brauchen Russland für die Beilegung der Krisen im
Nahen Osten, um zu verhindern, dass es zu kriegerischen
Auseinandersetzungen zwischen Iran und Israel kommt, aber auch in
Europa", meinte Kubicki.
Der stellvertretende Vorsitzende der Liberalen mahnte jedoch auch
eine neue Phase deutscher Außenpolitik an, die der Stellung
Deutschlands als viertstärkster Industrienation der Welt gerecht
werde. "Wir müssen jetzt unsere Interessen definieren und nicht immer
nur sagen, wir stehen an der Seite anderer. Die Welt erwartet auch,
dass wir dokumentieren: Was will Deutschland im Nahen Osten und in
Europa eigentlich erreichen", erklärte Lindner.
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Datum: 12.05.2018 - 13:08 Uhr
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