Überwachung Baden-Württemberg: 2009 weniger Sojaprodukte mit Gentechnik-Spuren
ID: 161411
Überwachung Baden-Württemberg: 2009 weniger Sojaprodukte mit Gentechnik-Spuren
(11.02.2010) Die amtliche Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg hat 2009 in jedem vierten sojahaltigen Lebensmittel Anteile von gentechnisch veränderten Sojabohnen festgestellt. Von 770 untersuchten Lebensmitteln erwiesen sich 109 als "GVO-positiv". Neben Soja war vor allem Leinsamen betroffen.
Bei Soja und Mais deckten die Lebensmittelkontrolleure insgesamt sieben Verstöße gegen die Kennzeichnungsvorschriften auf. Mehrere Chargen eines türkischen Nudelprodukts und eines kolumbianischen Maismehls sowie eine Probe Soja-Lecithin wiesen Anteile von gv-Soja bzw. gv-Mais über dem Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent auf.
Geringfügige GVO-Anteile wurden in 27 Prozent der untersuchten Soja-Lebensmittel gefunden, bei Mais-Lebensmittel waren es 6 Prozent. Seit 2007 nimmt die Zahl der GVO-positiven Soja-Lebensmittel ab.
In den meisten Fällen der 2009 untersuchten Lebensmittel lagen die ermittelten GVO-Anteile unterhalb der technischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent. Beimischungen zwischen 0,1 und 0,9 Prozent sind nicht kennzeichnungspflichtig, wenn sie "zufällig und technisch unvermeidbar" sind.
Bei einem Mais- und bei einem Reisprodukt wurden Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen nachgewiesen, die nicht in der EU zugelassen sind. Für diese gilt in der EU eine "Nulltoleranz". Die betroffenen Produkte sind daher nicht verkehrsfähig.
Im Herbst hatten die Kontrolleure in Baden-Württemberg einen nicht zugelassenen gv-Lein (Flachs) in Leinsamen aus Kanada nachgewiesen. Danach wurden insgesamt 151 Leinsamen-Proben untersucht, in 43 fand sich gv-Lein. Alle untersuchten ökologischen Produkte erwiesen sich als "GVO-frei". Inzwischen wurden die betroffenen Produkte vom Markt genommen.
Bis heute ist nicht geklärt, wie es in Kanada zu den Beimischungen gekommen ist. Ein gv-Flachs war dort einige Jahre zugelassen, wurde aber nie angebaut.
Ebenfalls untersucht wurden Rapshonige. In drei Produkten aus Kanada war gv-Raps nachweisbar. Nach derzeitige Rechtslage sind geringfügige GVO-Anteile in Honig nicht kennzeichnungspflichtig, sofern die jeweiligen gv-Pflanzen in der EU als Lebensmittel zugelassen sind.
Gerd Spelsberg
Dr. Heike Baron, Sigrid Fuhrmann, Heike Kreutz, Anika Poetschke
i-bio Information Biowissenschaften
Bachstraße 62-64
52066 Aachen
tel: 0241 / 168 4086
fax: 0241 / 168 4555
www.i-bio.info
Kontakt Redaktion transgen.de
info@transgen.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 10.02.2010 - 23:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 161411
Anzahl Zeichen: 2776
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 307 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Überwachung Baden-Württemberg: 2009 weniger Sojaprodukte mit Gentechnik-Spuren"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Transgen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Markteinführung des von Dow AgroScience entwickelten Enlist-Systems zur Unkrautbekämpfung ist in den USA erneut verschoben worden. Anders als in Kanada haben die US-Landwirtschaftbehörden noch immer keine Zulassung für den gentechnisch veränderten Enlist-Mais erteilt. Nun soll er 2014 auf
Neu-Zulassung von gentechnisch veränderten Sojabohnen: Herbizid Glyphosat unter Druck ...
(15.11.2011) Die EU-Mitgliedsstaaten können sich nicht über die fällige Neuzulassung der seit 1997 genutzten gentechnisch veränderten Sojabohne einigen. Im "Ständigen Ausschuss" erhielt gestern keine Seite die erforderliche qualifizierte Mehrheit. Umweltverbände und Gentechnik-Kritik
Kontrollen: Honig mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen aus dem Verkehr gezogen ...
(19.10.2011) In Baden-Württemberg und Thüringen sind kanadische Importhonige aus dem Verkehr gezogen worden, weil in ihnen Pollen aus nicht dafür zugelassenen gentechnisch veränderten Pflanzen nachgewiesen wurden. Bei aktuellen Kontrollen in Baden-Württemberg wurden in sieben von 39 untersuch
Weitere Mitteilungen von Transgen
Indien: Vorerst keine Zulassung für Gentechnik-Aubergine ...
(09.02.2010) Die indische Regierung wird eine gentechnisch veränderte Bt-Aubergine (Brinjal) vorerst nicht zulassen. Zunächst soll es weitere wissenschaftliche Untersuchungen geben. In mehreren öffentlichen Anhörungen war deutlich geworden, dass die Gesellschaft in Indien über die Zulassung d
RWE Netzservice wurde durch TÜV NORD zertifiziert ...
TÜV NORD CERT hat dem Unternehmen RWE Rhein-Ruhr Netzservice seine Leistungsfähigkeit gemäß DIN EN ISO 9001 für ein ausgereiftes Qualitätsmanagement bestätigt. Im Zentrum der Beurteilungen lagen dabei die Bereiche ?Zählerwesen? und ?Technik Center Sekundärtechnik?. Damit verfügt das Untern
Gekidnappter Ethanolkamin löst"Großalarm"der Polizei aus ...
Mit den Worten: "mein Tasada ist weg" meldete sich völlig aufgelöst eine Dame bei der Polizei in Nottuln. Weil die den Notruf annehmende Polizistin die Frau zunächst nicht beruhigen konnte, löste sie vorsichtshalber einen Suchalarm nach dem Tasada aus, in dem Glauben, es handele sich u
Radikale Kürzung der Solarförderung gefährdet Arbeitsplätze in Hessen GRÜNE fordern Lautenschläger zum Handeln auf ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert Umweltministerin Lautenschläger (CDU) auf, sich für den Erhalt der hessischen Solarindustrie einzusetzen. Hintergrund sind die Pläne von Bundesumweltminister Röttgen (CDU), die Förderung der Solarenergie drastisch zu kürzen. Geplant si




