Honduras bereitet sich auf Klimawandel vor: KfW unterstützt Regierung bei urbaner Klimaanpassung
ID: 1616097
- Erstmalig in Lateinamerika
- 8 Mio. EUR zur Reduktion von Risiken durch Überschwemmungen und
Erdrutsche
- 150.000 besonders betroffene, arme Bewohner der Hauptstadt
Tegucigalpa profitieren
Die KfW hat heute im Auftrag des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) mit der
Stadtverwaltung der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa einen
Vertrag zur Minderung des Risikos durch Überschwemmungen und
Erdrutsche unterzeichnet. Die KfW stellt für das Vorhaben einen
Zuschuss in Höhe von 8 Mio. EUR zur Verfügung. Weitere 2 Mio. EUR
steuert die Stadtverwaltung des Stadtgebietes "Distrito Central" bei.
Die Maßnahme richtet sich vornehmlich an die 150.000 ärmeren Bewohner
der Stadtgebiete, die am stärksten von Extremwetterereignissen
betroffen sind. Die Maßnahme ist Teil eines regionalen Pakets, zu dem
ebenfalls ein Programm in El Salvador gehört.
"Honduras zählt zu den weltweit am schwersten vom Klimawandel
betroffenen Ländern", sagt Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des
Vorstandes der KfW Bankengruppe. "Insbesondere die urbane Bevölkerung
ist einem erhöhten Risiko durch Überschwemmungen und Erdrutsche
ausgesetzt. Die honduranische Regierung hat diese Herausforderung
erkannt und vielversprechende strategische Ansätze entwickelt. Die
Unterstützung der KfW ebnet den Weg für das erste Programm, welches
gezielt Katastrophenrisikomanagement im urbanen Siedlungsbereich
angeht."
Im Zuge des Programms werden Investitionen in die urbane
Infrastruktur wie Stützmauern, Entwässerungsgräben und
Wiederaufforstung getätigt, die zentralen Institutionen für das
Risikomanagement und die Klimaanpassung gestärkt sowie Standards und
Prozesse zur Steuerung und Überwachung der Maßnahmen etabliert. Die
geförderten Maßnahmen im Stadtgebiet "Distrito Central" reagieren
frühzeitig auf erkennbare landesweite Urbanisierungstendenzen. Das
Stadtgebiet besitzt zudem eine über die Hauptstadt hinausgehende
wirtschaftliche Bedeutung für das Land. Rund ein Viertel der
Basisinfrastruktur ist von den Risiken durch Überschwemmungen und
Erdrutsche bedroht.
Honduras ist, wie seine Nachbarländer El Salvador, Guatemala und
Nicaragua, extremen Wetterereignissen erheblich ausgesetzt. Die
Auswirkungen des Klimawandels verschärfen die Frequenz und Intensität
von Wirbelstürmen, Starkregen und Überschwemmungen sowie Dürren. Die
Verwundbarkeit des Landes hinsichtlich dieser Ereignisse wird durch
die hohe Armutsrate, die geographische Lage und topographischen
Besonderheiten des Landes erhöht.
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Datum: 31.05.2018 - 10:00 Uhr
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