RTL/n-tv-Trendbarometer: Enttäuschung über deutsche Politik: 57 Prozent der Bundesbürger würden

RTL/n-tv-Trendbarometer: Enttäuschung über deutsche Politik: 57 Prozent der Bundesbürger würden eine "Macron-Partei" wählen

ID: 1616711
(ots) - Sehnsucht nach einer neuen politischen Bewegung: In
Deutschland könnte eine politische Bewegung nach dem Vorbild des
französischen Präsidenten Emmanuel Macron ebenfalls mit einem großen
Erfolg rechnen. Für das aktuelle RTL/n-tv-Trendbarometer hat forsa
ermittelt, dass 57 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürger sich
vorstellen könnten, "bei der nächsten Bundestagswahl eine
Sammlungspartei der Mitte wie die von Macron in Frankreich zu
wählen".

Damit übersteigt das Wählerpotential einer politischen Bewegung à
la Macron bei weitem das Potential, das früher für "Protestparteien"
wie eine "Haider"- oder "Sarrazin-Partei" (je 16%) ermittelt wurde.
Es ist zudem sechsmal größer als das aktuelle Potential der Wähler am
rechten Rand (9,5% aller Wahlberechtigten hatten im September bei der
Bundestagswahl der AfD ihre Stimme gegeben).

Zuspruch erhielte eine "Macron-Partei" auch in Deutschland vor
allem von denen, die sich der politischen und gesellschaftlichen
Mitte zugehörig fühlen, aber ihre Interessen bei den herkömmlichen
Parteien nicht mehr in ausreichendem Maße vertreten sehen und nicht
für radikales linkes oder rechtes Gedankengut anfällig sind.
Lediglich in den unteren sozialen Schichten überwiegt, mit 48
gegenüber 40 Prozent, der Anteil der Bundesbürger, die sich nicht
vorstellen können, eine "Macron-Partei" zu wählen.

Die Bereitschaft, einer "Macron-Partei" die Stimme zu geben, ist
bei ehemaligen Wählern der SPD (70%) oder der Union (68%) besonders
groß. Diese "vergessene Mitte" im Wählerspektrum - so forsa-Chef
Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL - "wird durch
die in beiden Parteien erhobenen Forderungen nach einem stärkeren
Links- bzw. Rechtskurs verschreckt. Gäbe es für die große Mehrheit
der Mitte in Deutschland eine politische Alternative wie vor einem


Jahr in Frankreich, geriete somit auch das gesamte derzeitige
Parteienspektrum in Deutschland in Gefahr."

Emmanuel Macron hatte im April 2016 eine eigene politische
Sammlungspartei der Mitte ("En Marche") gegründet und wurde am 7. Mai
2017 zum neuen französischen Präsidenten gewählt. Zwei Monate später
errang seine Partei, inzwischen "La République en Marche", die
absolute Mehrheit der Sitze.

So würden die Deutschen derzeit wählen:

Könnten sich die Deutschen zwischen den jetzt vorhandenen Parteien
im Land entscheiden, dann ergäben sich im aktuellen
RTL/n-tv-Trendbarometer kaum Veränderungen gegenüber der Vorwoche.
CDU/CSU verbessern sich um einen Prozentpunkt, die Grünen verlieren
einen Prozentpunkt. Bei allen anderen Parteien verändert sich nichts.

Die Ergebnisse im Einzelnen: CDU/CSU 34 Prozent (Bundestagswahl
32,9%), SPD 18 Prozent (20,5%), FDP 8 Prozent (10,7%), Grüne 12
Prozent (8,9%), Linke 10 Prozent (9,2%), AfD 13 Prozent (12,6%). 5
Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden
(5,2%). 25 Prozent sind unentschlossen oder würden nicht wählen
(Nichtwähler: 23,8%). Hier finden Sie aktuelle Grafiken zum Download.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung.

Die Daten über Parteien- und Kanzlerpräferenz wurden vom 28. Mai
bis 1. Juni 2018 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im
Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.506 Befragte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Die Daten zu den Chancen einer "Macron-Partei" in Deutschland
wurden vom 30. Mai bis 1. Juni 2018 vom Markt- und
Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL
erhoben. Datenbasis: 1.503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-
3 Prozentpunkte.

Ansprechpartner bei RTL: Matthias Bolhöfer, Telefon: 0221 -
45674227 Ansprechpartner bei n-tv: Bettina Klauser, Telefon 0221 -
45674100 Ansprechpartner bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030
-62882442



Pressekontakt:
Matthias Bolhöfer
Mediengruppe RTL Deutschland
RTL Kommunikation
Telefon: +49 (0221) 4567-4227
Fax: 0221 / 4567 4292
matthias.bolhoefer@mediengruppe-rtl.de

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Datum: 04.06.2018 - 07:55 Uhr
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