Arbeitskosten im 1. Quartal 2018 um 2,3 % höher als im 1. Quartal 2017

Arbeitskosten im 1. Quartal 2018 um 2,3 % höher als im 1. Quartal 2017

ID: 1618720
(ots) -
Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde, 1. Quartal 2018
* + 1,0 % zum Vorquartal (saison- und kalenderbereinigt)
* + 2,3 % zum Vorjahresquartal (kalenderbereinigt)


In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde
im Zeitraum vom ersten Quartal 2017 zum ersten Quartal 2018
kalenderbereinigt um 2,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Arbeitskosten im Vergleich
zum Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 1,0 %.

Die Arbeitskosten setzen sich aus den Bruttoverdiensten und den
Lohnnebenkosten zusammen. Die Kosten für Bruttoverdienste erhöhten
sich im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum ersten Quartal 2017
kalenderbereinigt um 2,1 %, die Lohnnebenkosten stiegen um 2,9 %.

Dem internationalen Vergleich mit den anderen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union (EU) liegt der Bereich des Produzierenden Gewerbes
und der wirtschaftlichen Dienstleistungen zugrunde. Hierbei sind
unter anderem der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen nicht
enthalten. Deutschland lag innerhalb der EU im Jahr 2017 mit
Arbeitskosten pro geleistete Stunde von 34,50 Euro auf dem sechsten
Rang. Gemessen am EU-Durchschnitt von 26,30 Euro zahlten deutsche
Arbeitgeber 31 % mehr für eine Stunde Arbeit.

Im Vergleich zum Vorjahr verteuerte sich in Deutschland eine
Stunde Arbeit kalenderbereinigt um 2,2 %. In der gesamten EU betrug
der durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in diesem Zeitraum
2,5 %. Die höchsten Wachstumsraten innerhalb der EU wiesen Rumänien
(+ 14,2 %) und Bulgarien (+ 11,9 %) auf. In Finnland (- 0,8 %) waren
die Arbeitskosten rückläufig. In Frankreich fiel der Anstieg der
Arbeitskosten mit + 1,4 % deutlich geringer aus als in Deutschland.
In Italien (+ 1,1 %), Zypern (+ 1,0 %) und Spanien (+ 0,8 %) fiel der


Anstieg der Arbeitskosten am geringsten aus. Die Veränderungsraten
der Arbeitskosten von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind
in der jeweiligen Landeswährung gemessen und daher nicht
währungsbereinigt.

Methodische Hinweise

Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des
Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der
Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden
Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei
Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich
geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.

Revisionen in den Datenquellen, die für die Berechnung des
Arbeitskostenindex genutzt werden, führten zu Anpassungen der
Wachstumsraten des Arbeitskostenindex für die Quartalswerte des
Berichtsjahres 2017. Für das dritte Quartal 2017 ist beispielsweise
die kalenderbereinigte Wachstumsrate des Arbeitskostenindex im
Vergleich zum Vorjahresquartal von + 2,2 % auf + 2,3 % gestiegen. Zu
den Arbeitskostenindizes nach Wirtschaftszweigen können detaillierte
Daten und Zeitreihen über die Tabelle 62421-0001 in der Datenbank
GENESIS-Online abgerufen werden.

Daten für den europäischen Vergleich stehen auf www.destatis.de
unter Europa in Zahlen zur Verfügung.

Die vollständige Pressemitteilung mit Tabellen sowie weitere
Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des
Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell
zu finden.


Weitere Auskünfte gibt:
Ralf Droßard,
Telefon: +49 (0) 611 / 75 42 36
www.destatis.de/kontakt



Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: +49 611-75 34 44
E-Mail: presse@destatis.de

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Datum: 08.06.2018 - 08:00 Uhr
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