Rheinische Post: Fast 40 Prozent der Erwerbstätigen in Helferjobs haben Sprachprobleme
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Sprach- und Lesedefizite und andere Lücken in der Grundbildung. Das
zeigt eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen
Wirtschaft (IW), die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag)
vorliegt. Demnach verfügen rund 39 Prozent der Erwerbstätigen in
Helferjobs nur über sehr geringe Lesekompetenzen, können also nur
kurze Texte zu vertrauten Themen lesen und verstehen. Noch schlechter
steht es um die mathematischen Kenntnisse: Knapp 44 Prozent der
Beschäftigten in Helfertätigkeiten beherrschen nur einfachste
mathematische Vorgänge wie Zählen oder Sortieren, so das IW, das
Daten der Industrieländerorganisation OECD ausgewertet hat. Die
Sprachdefizite kommen besonders häufig bei ausländischen
Beschäftigten vor. Eine weitere IW-Untersuchung auf Basis des
Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) mit Daten aus dem Jahr 2015 zeigt,
dass knapp 16 Prozent der ausländischen Erwerbstätigen laut eigenen
Angaben Defizite beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben. Von
denen, die seit mindestens vier Jahren in Deutschland leben, sind es
immer noch gut 13 Prozent. Beide Werte sind im Vergleich zum Jahr
2011 gestiegen. Besonders groß sind die Sprachdefizite wiederum im
Helferbereich, wo 28 Prozent der ausländischen Beschäftigten
Schwierigkeiten beim Sprechen, Lesen oder Schreiben haben.
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Datum: 14.06.2018 - 00:00 Uhr
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