Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Gerry Weber
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Diese allgemeine Feststellung gilt erst recht für Männer, die einen
Konzern führen, der ausschließlich Damenkleidung verkauft. Daher ist
es gut, dass der Chef der Gerry Weber AG, Ralf Weber, nicht nur
straffere Strukturen und den Abbau von Jobs, sondern an erster Stelle
eine Überarbeitung der Modemarken angekündigt hat. Welche Frau man
auch fragt, die Antwort lautet meist: Gerry Weber muss Staub
abschütteln, muss trendiger, moderner, fitter werden. Die Qualität
ist gut und muss es bleiben. Aber die meisten Frauen im mittleren
Alter fühlen sich - wie die meisten Männer - einige Jahre jünger, als
sie tatsächlich sind. Entsprechend soll ihre Kleidung sein. Der Rat
für Ralf Weber und die anderen Manager kann daher nur lauten: Diesmal
wirklich auf die Stimmen der Frauen hören - vor allem der Frauen, die
in den Shops die Kundinnen bedienen. Sie wissen am ehesten, was
Begehrlichkeit weckt. Gerhard Weber, obwohl Mann, wusste es übrigens
auch. Als Vorstandschef hat der Gründer zwar gern mit Zahlen
jongliert. Doch vor allem hatte er Auge und Händchen für die Mode,
die bei Frauen ankommt.
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Datum: 14.06.2018 - 21:00 Uhr
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Bielefeld
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Wirtschaft (allg.)
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