Bundeswaldgesetz endlich nachhaltig gestalten
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Bundeswaldgesetz endlich nachhaltig gestalten
Waldbewirtschaftung und das Interesse des Gemeinwohls am Oekosystem Wald schliessen sich nicht aus, wenn die Waelder ordnungsgemaess und nachhaltig bewirtschaftet werden.
Der Wald leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Doch steht sowohl der private als auch der oeffentliche Wald unter wachsendem Nutzungsdruck. Zudem macht der zusaetzliche Stress durch Klimaveraenderungen dem Oekosystem zu schaffen. Eine Novellierung des seit 35 Jahren nahezu unveraenderten Bundeswaldgesetzes ist dringend erforderlich. Sie ist bereits dreimal am Widerstand der Union gescheitert.
Alle Entscheidungen zur Bewirtschaftung des Waldes muessen im Sinne der Nachhaltigkeit getroffen werden. Wer das Oekosystem Wald ernst nimmt, kommt an der Aufnahme der guten fachlichen Praxis in ein modernes Bundeswaldgesetz nicht vorbei. Das jedoch bleibt auch beim erneuten Anlauf des Landes Niedersachen aus.
Den akuten und zukuenftigen Anforderungen, denen der Wald sowohl in oekologischer als auch in oekonomischer Hinsicht unterliegt, wird der Gesetzesentwurf keineswegs gerecht. Die Bewirtschaftung des Waldes muss bundeseinheitlichen Mindeststandards entsprechen. Dazu gehoeren grundlegende Regelungen zur nachhaltigen Holzproduktion, zur Minimierung des Kahlschlags, zu den Schaeden durch Wild, zum Aufbau stabiler, vitaler, standortgerechter Waelder mit hinreichendem Anteil standortheimischer Baumarten oder zu bodenschonenden Verfahren.
Um langfristig oekonomisch erfolgreich zu sein, bedarf es nachhaltiger Bewirtschaftung. Der Preis fuer kurzfriste Renditen zu Lasten unserer Waelder ist zu hoch. Die Rechnung zahlen die kommenden Generationen. Sobald das Gesetz den Bundestag erreicht, werden wir unseren Forderungen erneut Nachdruck verleihen.
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Datum: 12.02.2010 - 18:17 Uhr
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