Westfalenpost: Angela Merkels ewiger Makel
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Satz tatsächlich gesagt hat oder nicht: Er könne mit dieser Frau
nicht mehr zusammenarbeiten, wurde der Innenminister am Wochenende
zitiert. Diese Frau, das ist die Bundeskanzlerin - und Seehofer
verzichtete auf ein Dementi. Damit steht fest: Das Verhältnis
zwischen der Regierungschefin und der kleinen Partnerpartei aus
Bayern ist zerrüttet. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die
CSU der Kanzlerin gestern noch großzügig eine zweiwöchige Atempause
für bilaterale Gespräche in der EU einräumte. Diese Gnadenfrist
mindert nicht das Erpressungspotenzial. Mag sein, dass die
Verhandlungen mit Italien, Griechenland und anderen europäischen
Ländern mit Formelkompromissen enden, so dass sowohl Merkel als auch
Seehofer vordergründig ihr Gesicht werden wahren können, weil sie
schließlich beide an der Macht bleiben wollen. Die Existenzkrise der
Union, die im Sommer 2015 mit dem Beginn des Flüchtlingsstroms
einsetzte, wird sich trotzdem verschärfen, zumal auch die Zahl der
Christdemokraten zunimmt, die den Kurs ihrer Chefin in dieser Sache
nur noch mit der Faust in der Tasche unterstützen. Merkel ist in
ihrer Autorität mehr als beschädigt. Wie wollen CSU und CDU unter
dieser Führung eigentlich in Zukunft noch vertrauensvoll miteinander
umgehen? Egal wie die Lösungen am Ende aussehen werden: Das Vorgehen
in der Flüchtlingskrise wird Merkels ewiger Makel bleiben. Das Ende
ihrer Ära hat begonnen - und die Entscheidung darüber hat sie nicht
mehr selbst in der Hand. Und wer kommt dann? Und wird es dann besser?
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Datum: 18.06.2018 - 21:59 Uhr
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