Mode- und Lifestyle-Branche: Anywhere& Anytime-Konsum und schnelle Rotation zwingen Firmen zu dynamischem Lieferantenmanagement
ID: 1628406
flexibel sein. Denn nur so können sie dem harten Wettbewerb durch
Fast-Fashion-Retailer, den digitalen Kanälen sowie dem veränderten
Kommunikations- und Einkaufsverhalten der Konsumenten gerecht werden.
Dafür müssen Unternehmen ihre gesamte Lieferkette an die neuen
Kundenanforderungen anpassen. So sind rund 40 Prozent der Modefirmen
derzeit auf der Suche nach neuen Lieferanten, die diese
Voraussetzungen besser erfüllen. Andererseits betreibt nur jede
fünfte Firma ein professionelles Lieferantenmanagement, so die neue
Roland-Berger-Studie "Dynamic Supplier Management", für die
Führungskräfte von Mode- und Schuhunternehmen befragt wurden.
"Die Mode- und Lifestyle-Branche hat sich in den vergangenen 20
Jahren radikal gewandelt", sagt Richard Federowski, Partner von
Roland Berger. "Händler, die bis zu 40 Kollektionen pro Jahr
präsentieren, digitale Player, die über Nacht liefern, sehr großzügig
bei Umtausch sind und die Möglichkeit für die Kunden, immer online zu
kommunizieren, sich zu inspirieren und auszutauschen. Die Digitale
Vernetzung hat den Kaufprozess signifikant verändert."
Kein Wunder, dass viele traditionelle Modeunternehmen sich schwer
tun, mit diesen Trends Schritt zu halten und entsprechend flexibel zu
bleiben. "Nicht mehr die Schaufenster in den Innenstädten sind
maßgeblich für das, was im Modebereich angesagt ist", so Federowski.
Nur jeder Fünfte hat definierte Prozesse für das
Lieferantenmanagement Für den Markterfolg im hart umkämpften
Modebereich reicht es nicht, den Kunden ein Einkaufserlebnis über
alle Kanäle zu bieten; die gesamte Lieferkette muss angepasst und
flexibel gestaltet werden - allen voran die Lieferantenseite. Das
Problem haben viele Firmen bereits erkannt: So ist mehr als die
Hälfte der Befragten der Meinung, dass ein dynamisches
Lieferantenmanagement ein zentrales Element der Unternehmensstrategie
sein sollte. Viele sind sich aber nicht bewusst darüber, dass dies
einer der Kernschlüssel zur Omnichannel-Kompetenz ist.
Weniger als ein Drittel der befragten Firmen (29%) haben das Thema
tatsächlich in der Firmenstrategie verankert. Strukturierte Prozesse
für das Management und die Entwicklung von Zulieferern nutzt gerade
mal jeder Fünfte. Dabei suchen mehr als 40 Prozent der Befragten
derzeit nach neuen Lieferanten.
Doch Federowski warnt: "Geografische Nähe zum Lieferanten reicht
alleine nicht." Ohne eine dynamische und flexible Lieferkette können
Firmen im Omnichannel-Geschäft nicht erfolgreich sein. "Die gesamte
Beschaffungsorganisation muss schneller, flexibler, digitaler und
innovativer werden - und dazu gehört auch ein dynamisches
Lieferantenmanagement", erklärt Oliver Hein, Senior Advisor bei
Roland Berger. "Nahtloses End-to-End ist der Schlüssel zum Erfolg."
Dynamisches Lieferantenmanagement - Analyse nach Clustern Beim
dynamischen Lieferantenmanagement geht es in erster Linie darum, die
Lieferkette regelmäßig strategisch zu analysieren. Dazu werden die
Zulieferer auf Basis ihrer Fähigkeiten in Cluster eingeteilt - zum
Beispiel eine Gruppe aus schnellen und flexiblen Lieferanten für die
Masse, eine aus Kreativen für neue Kollektionen oder eine aus
Spezialisten für Sonderfälle. Für jedes Cluster wird ein
Bewertungssystem etabliert, um die Zulieferer regelmäßig zu
evaluieren und den aktuellen Status mit dem strategischen Ziel
abzugleichen.
"Auf dieser Basis können Modeunternehmen ihre Lieferanten aktiv
steuern, kontrollieren sowie weiterentwickeln: ein Erfolgsfaktor um
End-to-End zu operieren", erklärt Federowski. Ein solches dynamisches
Lieferantenmanagement erlaube es zum Beispiel, die Geschwindigkeit
und Flexibilität der Beschaffung zu steigern, erhöhe die
Lieferantenverlässlichkeit und senke die Leerverkaufsraten. So kann
die Branche ihr Optimierungspotenzial nutzen.
Die Studie können Sie herunterladen unter
www.rolandberger.de/pressemitteilungen
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Datum: 06.07.2018 - 09:00 Uhr
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