Hunger im Südsudan: Bittere Bilanz nach sieben Jahren Unabhängigkeit
ID: 1628533
der Welt, sieben Jahre alt. Die Bilanz seit der Staatsgründung ist
katastrophal: 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der
Armutsgrenze. Rund 2,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des
Bürgerkrieges 2013 in die Nachbarländer geflohen. Mehr als 1,7
Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht. Ohne
humanitäre Hilfe werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen in
diesem Jahr 7,1 Millionen Menschen Hunger leiden.
Der andauernde Krieg mit Gewalt und Vertreibungen ist eine der
Hauptursachen für die dramatische Ernährungslage. Wiederkehrende
Dürren und extreme Regenzeiten erschweren die Situation zusätzlich.
Der Juli ist der schlimmste Monat für die Bevölkerung: durch die
starken Regenfälle sind viele Straßen unpassierbar und so werden die
Hilfslieferungen sehr aufwendig und kostspielig. Außerdem haben die
Menschen alle Vorräte aufgebraucht und die nächste Ernte ist noch
Wochen entfernt. "Die Menschen erleben jetzt eine furchtbare
Durststrecke. Die Frage von Nahrung ist existentiell und bestimmt
jeden Gedanken der Familien. Wir lassen sie nicht allein, aber es
braucht zu allererst einen tragbaren und dauerhaften Frieden. Hunger
und Frieden sind eng verbunden", sagt Dr. Till Wahnbaeck,
Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe.
Die Welthungerhilfe ist seit den 90er Jahren im heutigen Gebiet
des Südsudans tätig. Sie unterstützt die Bevölkerung in den
Bundesstaaten Northern Bahr el Ghazal und Unity State mit
Nahrungsmitteln und Saatgut sowie mit Trinkwasserbrunnen und
verbesserten Sanitäranlagen.
Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell
unabhängig. Sie kämpft für "Zero Hunger bis 2030". Seit der Gründung
im Jahr 1962 wurden mehr als 8.900 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit
3,53 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem
Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen
Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen
Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und
internationalen Partnerorganisationen.
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Datum: 06.07.2018 - 11:48 Uhr
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