Michael Oehme über den Orbán-Besuch bei Merkel
Vergangene Woche besuchte der ungarische Premier Viktor Orbán Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Ihre Flüchtlingspolitik könnte unterschiedlicher nicht sein – warum Merkel Orbán trotzdem braucht

(firmenpresse) - St.Gallen, 09.07.2018. Bisher kann man sagen: In Sachen Flüchtlingspolitik trennen Merkel und Orbán Welten. Während Merkel in 2015 einen „Wir schaffen das“-Kurs fährt und Flüchtlinge willkommen heißt, macht Orbán in Ungarn die Grenzen dicht. Viktor Orbán ist wohl auch der europäische Regierungschef, der Merkel am drastischsten widersprochen hat. In der vergangenen Woche trafen die beiden Regierungschefs im Kanzleramt in Berlin zusammen. „Orbán hatte Merkel immer wieder öffentlich für ihre Politik kritisiert. Hingegen hat er zu Horst Seehofer und anderen Spitzenleuten der CSU ein wunderbares Verhältnis. Der christlich-konservative Kurs wird geteilt“, erklärt Michael Oehme. Das Treffen zwischen Merkel und Orbán war Medienberichten zufolge sehr unterkühlt, der Dissens könnte kaum größer sein. „Nichtsdestotrotz sind die beiden in gewisser Weise aufeinander angewiesen“, erklärt Oehme weiter. „Orbán geriet zu einem der zentralen Politiker während der Flüchtlingsströme 2015, als er die EU-Außengrenze nach Serbien in einer regelrechten Nacht und Neben Aktion dichtmachte und einen Zaun bauen ließ. Dies hatte bei vielen anderen EU-Mitgliedstaaten Schockieren ausgelöst. Doch hinsichtlich Merkels Asylkompromiss, den sie mit Seehofer geschlossen hat, könnte sie Orbáns Mithilfe mehr denn je benötigen“, so Oehme weiter. „Das liegt einerseits daran, dass offiziell EU-Außengrenzen besser geschützt werden müssen und zum anderen daran, dass es weniger Flüchtlinge nach Europa schaffen sollen. Das mag unmenschlich und ethisch nicht in Ordnung klingen, wird aber rational gesehen von Ungarn fast erschreckend vorbildlich eingehalten“, sagt Michael Oehme. „Nichtsdestotrotz soll und muss Ungarn natürlich auch Flüchtlinge zurücknehmen, die dort registriert wurden und kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen.“ Die Problematik dabei besteht darin, dass Flüchtlinge im ersten EU-Eintrittsland registriert werden müssen. Dieses ist in den meisten Fällen natürlich nicht Ungarn, sondern Griechenland.
Unterdessen sollte man Viktor Orbáns politische Rolle in der EU nicht unterschätzen. „Im Ungarn ist Orbán quasi unangefochten, außerdem ist er der inoffizielle Anführer der Visegrád-Staaten und gilt somit mit seinem politischen Kurs als Vorbild für beispielsweise Polen“, so Michael Oehme weiter. „Merkel versucht, Realpolitik mit moralischer Politik im Einklang zu praktizieren. Dies ist nicht immer möglich. Orbáns Kurs dient den Zwecken der Realpolitik ungemein“, so Michael Oehme abschließend.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Michael Oehme, Dipl. Betriebswirt (FH) hat sich nach Führungsfunktionen im öffentlichen Dienst und bei einem Bertelsmann-Unternehmen 1996 als Werbe- und Kommunikationsberater (Spezialisierung Finanzsektor) selbständig gemacht. Er war zudem über mehrere Jahre Chefredakteur des Fachmagazins Finanzwelt sowie Alleinvorstand des Verbands Deutscher Medienfonds. Als Consultant der CapitalPR AG, Sankt Gallen/Schweiz ist er seit 2012 auf die Positionierung und Kapitalisierung von mittelständischen Unternehmen sowie Projekten mit Schwerpunkt Immobilien und Erneuerbare Energien spezialisiert. Oehme entwickelt zudem Versicherungskonzepte im Sachwertbereich mit namhaften internationalen Assekuradeuren.
Michael Oehme
Multergasse 2a
CH-9004 St. Gallen
Tel: +41 71 226 6554
E-Mail: kontakt(at)cpr-ag.ch
Internet: http://www.michael-oehme-sachwertassets.de
Datum: 09.07.2018 - 21:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1629132
Anzahl Zeichen: 2735
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 09.07.2018
Diese Pressemitteilung wurde bisher 387 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Michael Oehme über den Orbán-Besuch bei Merkel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Michael Oehme (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
St.Gallen, 02.03.2022. Glaubt man der Presse, ist in der Schweiz der Traum vom Eigenheim für viele geplatzt. Diese Aussage, so plakativ sie ist, ist aber falsch. In wie kaum einem anderen Land „regiert“ in der Schweiz das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das gilt auch für den Immobiliensekto
Michael Oehme: Ungarn will keine weiteren Nato-Truppen im Land ...
St.Gallen, 10.02.2022. „Ungarn wird keine weiteren NATO-Truppen auf seinem Boden als Teil der Manöver in der Ukraine-Krise akzeptieren, betonte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó. Die USA haben zusätzliche Soldaten nach Polen und Rumänien geschickt, während Deutschland die Truppe
Kommunikationsexperte Michael Oehme erklärt, wie die Zinspolitik der Schweizer Nationalbank Einfluss auf Miet- und Immobilienpreise nimmt ...
St.Gallen, 02.02.2022. Dass kaum ein anderes Land in Europa derart vom Inflationsschub verschont blieb, zeigen die veröffentlichten Daten des Schweizer Bundesamts für Statistik. So erhöhte sich der Konsumentenpreisindex im November des vergangenen Jahres gegenüber dem Vorjahr um gerade einmal 1,
Weitere Mitteilungen von Michael Oehme
Rheinische Post: Kommentar / Vertrauensfrage = VON BIRGIT MARSCHALL ...
Die Digitalisierung macht den Großteil der Arbeitnehmer endgültig zu vernetzten Arbeitern im Internet. Sie benötigen kein Büro mehr, sondern nur noch einen möglichst leistungsfähigen Internetanschluss. Obwohl die Digitalisierung die Abhängigkeit von einem physischen Arbeitsplatz rasend sc
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Brexit ...
Davis weg. Johnson weg. Auf der britischen Insel häufen sich die Exits. Nur für einen geordneten Brexit stehen die Chancen immer schlechter. Gerade erst hat Theresa May die Mehrheit des Kabinetts für ihren Vorschlag eines »weichen Ausstiegs« aus der EU gewinnen können, schon stürzt
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Schröder bei Erdogan ...
Gerhard Schröder mal wieder. Mit Autokraten, Diktatoren und anderen Alleinherrschern kann der Basta-Kanzler einfach gut. Man versteht sich eben unter Polit-Machos. Vielleicht käme der 74-Jährige auch mit Donald Trump (72) klar. Ausgeschlossen ist das nicht. Nun ist schon so ziemlich alles ges
Rheinische Post: Kommentar / Chinas Kurs auf Europa = VON KRISTINA DUNZ ...
Daran muss man sich erst noch gewöhnen: China beschwört Multilateralismus und Freihandel, während Amerika sich abschottet. Wo US-Präsident Trump seit seinem Amtsantritt noch nicht stand, fühlt sich Chinas Premier Li Keqiang sichtlich wohl: neben Angela Merkel im Kanzleramt. Bei allem richti




