NOZ: Städte- und Gemeindebund fordert Unterstützung beim Unterhaltsvorschuss
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Unterstützung beim Unterhaltsvorschuss
Geschäftsführer Landsberg: Finanzierungslücke durch mehr
Berechtigte
Osnabrück. Angesichts gestiegener Zahlungen von
Unterhaltsvorschüssen an Alleinerziehende hat der Städte- und
Gemeindebund mehr Unterstützung von Bund und Ländern für die Kommunen
gefordert. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sprach gegenüber der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) von einer
"Finanzierungslücke". Er forderte "den Bund nach dem Grundsatz 'Wer
bestellt, bezahlt' auf, seinen finanziellen Anteil deutlich zu
erhöhen".
Die Länder sollten den Unterhalt von den säumigen Elternteilen
selbst zurückfordern, sagte Landsberg. "Beispiele aus Ländern wie
Bayern zeigen, dass der Anteil erfolgreicher Rückgriffe auf säumige
Eltern durch eine zentrale Abwicklung deutlich erhöht werden konnte."
Der Deutsche Kinderschutzbund lobte die Bundesregierung für einen
"ersten großen Schritt zur Armutsvermeidung bei Alleinerziehenden",
kritisierte aber auch, dass einige Alleinerziehende durch die Reform
finanziell schlechter gestellt würden. "Früher gezahlte Leistungen
aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, also das Schulpaket von 100 Euro
oder auch die volle Übernahme von Klassenreisen, fallen weg", sagte
die stellvertretende Geschäftsführerin Martina Huxoll-von Ahn. Das
sei für viele Alleinerziehende ein großes Problem, das die
Bundesregierung dringend angehen müsse. Perspektivisch fordert der
Kinderschutzbund, die verschiedenen Leistungen, auch den
Unterhaltsvorschuss, zu einer Kindergrundsicherung zusammenzufassen.
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Datum: 18.07.2018 - 05:00 Uhr
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