Weser-Kurier: Lemke hat kein Verständnis für Özils Rassismus-Vorwurf
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hat kein Verständnis für den Vorwurf von Ex-Nationalspieler Mesut
Özil, dass es in Deutschland zunehmend Rassismus gebe. "Das kann ich
nicht nachvollziehen. Es ist für mich unerträglich, wenn ich lesen
muss, dass Deutschland ein rassistischer Staat sein soll", sagte
Lemke in einem Gespräch mit dem WESER-KURIER. Zudem warf Lemke dem
früheren Bremer Özil vor, dass er sich vom türkischen
Staatspräsidenten Erdogan mit dem gemeinsamen Foto vor der
Fußball-Weltmeisterschaft politisch missbrauchen ließ. "Und wenn ich
für solch einen Menschen Wahlkampfhilfe mache, muss ich mit den
Konsequenzen leben", erklärte Lemke. Kritik übte das SPD-Mitglied
auch am Verhalten des DFB, der den Eindruck erweckt hatte, Özil sei
am sportlichen WM-Desaster schuld: "Was natürlich Quatsch ist. Dass
Oliver Bierhoff und auch der DFB-Präsident Reinhard Grindel diesen
Eindruck erweckt haben, geht natürlich gar nicht. Und dann tritt auch
noch Uli Hoeneß nach. Es gilt für mich das Motto: Wir gewinnen und
verlieren zusammen. Wer das durchbricht, macht einen schweren Fehler.
Und das werfe ich auch dem DFB vor. Einen Spieler an die Wand zu
nageln, das geht natürlich nicht", erklärte Lemke. Aus diesen Gründen
könne er auch den Rücktritt es Nationalspielers nachvollziehen. "Ich
an seiner Stelle wäre schon vor der WM zurückgetreten. Weil ihm
überhaupt nicht der Rücken gestärkt wurde, auch nicht von Joachim Löw
oder Reinhard Grindel."
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Datum: 26.07.2018 - 10:59 Uhr
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