BERLINER MORGENPOST: Baustelle Bäder-Betriebe / Kommentar von Joachim Fahrun zu Berliner Bäder-Betrieben
ID: 1636351
verschärfter Beobachtung der Politik. Senat und Abgeordnete sind
unzufrieden. Zu wenig zahlt sich der gestiegene finanzielle Einsatz
des Landes in Zufriedenheit der Bürger aus. Mehr Geld bei weniger
Leistung, das will eine ganz große Koalition im Abgeordnetenhaus
nicht länger hinnehmen. Im September müssen die Bäderchefs im
Abgeordnetenhaus darlegen, wie sie ihren Betrieb für die Zukunft fit
machen wollen. Zwar gleicht der Rekordsommer den auch in den
wetterunabhängigen Hallenbädern registrierten Besucherschwund der
vergangenen Jahre aus, doch die Probleme der Berliner Bäder kann auch
die Hitze nicht vergessen machen.
Der vollständige Kommentar: Die Wasserbecken der Freibäder sind
bei konstanten Backofentemperaturen gerade für Bewohner der
aufgeheizten Innenstadt wahre Sehnsuchtsorte. Kein Wunder also, dass
der Endlos-Sommer 2018 den Bäder-Betrieben Rekordzahlen beschert.
Schon vor dem August passierten an den 17 Bädern des Landesbetriebes
mehr Gäste die Eingangskontrollen als im gesamten Regensommer des
Vorjahres. Sogar der Allzeit-Rekord des Sommers 2003 mit mehr als
zwei Millionen Badegästen scheint erreichbar. Für die
krisengeschüttelten Berliner Bäder-Betriebe ist der Ansturm Segen und
Fluch zugleich. Die Eintrittsgelder der Hitzegeplagten werden die
Jahresbilanz der Anstalt öffentlichen Rechtes aufhübschen. Der
Rekordsommer legt aber auch die Schwächen der Bäder-Betriebe offen.
Die Anlagen arbeiten am Limit, es drohen Havarien wie neulich im
Sommerbad Pankow, das mitten an einem heißen Sonntag geräumt werden
musste. Auch fehlt Personal, um den Andrang zu meistern. Dass viele
Sommerbäder erst öffneten, nachdem die Menschen schon einige heiße
Wochen ohne Abkühlungsmöglichkeit durchlebt hatten, ist schon fast
vergessen. Die Bäder-Betriebe stehen unter verschärfter Beobachtung
der Politik. Senat und Abgeordnete sind unzufrieden. Zu wenig zahlt
sich der gestiegene finanzielle Einsatz des Landes in Zufriedenheit
der Bürger aus. Mehr Geld bei weniger Leistung, das will eine ganz
große Koalition im Abgeordnetenhaus nicht länger hinnehmen. Im
September müssen die Bäderchefs im Abgeordnetenhaus darlegen, wie sie
ihren Betrieb für die Zukunft fit machen wollen. Zwar gleicht der
Rekordsommer den auch in den wetterunabhängigen Hallenbädern
registrierten Besucherschwund der vergangenen Jahre aus, doch die
Probleme der Berliner Bäder kann auch die Hitze nicht vergessen
machen.
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Datum: 01.08.2018 - 21:33 Uhr
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Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
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