Koenig&Bauer: 150 Jahre Werkberufsschule
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Als Friedrich Koenig und Andreas Bauer, die beiden Unternehmensgründer, Anfang des 19. Jahrhunderts im Kloster Oberzell eine Druckmaschinenfabrik einrichteten, war die Region um Würzburg vor allem vom Weinbau geprägt. Um eine moderne Arbeitsteilung im Sinne der Industrialisierung verwirklichen zu können, fehlte es an geeigneten Fabrikarbeitern. Die logische Konsequenz für Friedrich Koenig, den Sohn des Gründervaters: die Schaffung einer ?Fabrikfortbildungsschule?, der weltweit ersten ihrer Art. Abgesehen von wenigen Unterbrechungen während der beiden Weltkriege bildet die Firma Koenig & Bauer seitdem verschiedenste handwerkliche und technische Berufe aus. Seit der Gründung am 2. Juli 1868 haben weit über 7.000 Menschen an der heutigen Werkberufsschule die ersten Schritte ihres beruflichen Werdegangs gesetzt. Im Jubiläumsjahr ist sie für die Qualifikation von 120 Auszubildenden verantwortlich.
Unterfrankens Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer würdigte das besondere Engagement bei der Schaffung und Entwicklung einer werkseigenen Berufsbildungsstätte, die über 150 Jahre ?von sozialem und humanitärem Verantwortungsbewusstsein der Firmenleitung getragen und befruchtet wurde?. Die Werkberufsschule ist Teil mehrerer sozialer Innovationen, mit denen Koenig & Bauer im 19. Jahrhundert dem Zeitgeist weit voraus war. Seit 1993 ist sie eine staatlich anerkannte Privatschule unter der Aufsicht der Regierung von Unterfranken. Ausgebildet werden aktuell die Berufsbilder Gießereimechaniker/in, Industriemechaniker/in, Konstruktionsmechaniker/in, Mechatroniker/in und Zerspanungsmechaniker/in. In Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg betreut die Werkberufsschule Koenig & Bauer außerdem duale Studierende in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik. Mit einer Übernahmequote von 100 Prozent unterstreicht Koenig & Bauer die Qualität der Talentschmiede und sichert den Fachkräftenachwuchs in der Region. ?Betriebstreue ist ein wichtiger Faktor des sozialen Miteinanders in unserer Wirtschaft, ein Stabilisator der Lebensqualität unserer Gesellschaft?, unterstrich Beinhofer.
Vor dem Hintergrund der steigenden Tendenz unbesetzter Ausbildungsplätze hob Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), die Entwicklungs- und Karrierechancen junger Menschen, die den Weg einer Berufsausbildung einschlagen, hervor: ?Die deutsche Wirtschaft sucht fast schon händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften.? Er lobte die Initiative des Unternehmens, aktiv an der Bewältigung des Fachkräftemangels zu arbeiten ? und das seit 150 Jahren. ?Sie haben das getan, was Koenig & Bauer auszeichnet: Sie haben sich ein Problem angesehen und visionär eine Lösung entwickelt?, so Sasse an die Adresse der Firmenleitung und ihrer Vorfahren. Dass das Modell bei den Auszubildenden ankommt, zeigen die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte. Regelmäßig belegen Absolventen von Koenig & Bauer die ersten Plätze bei IHK-Prüfungen, auch Landes- und Bundesbeste waren schon dabei.
Die Auszubildenden schätzen neben der guten Ausstattung der Werkberufsschule und den vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten auch das Gefühl, in einem Unternehmen mit Tradition tätig zu sein. Dabei steht Koenig & Bauer beispielhaft für die Entwicklung des beruflichen Bildungswesens. ?Die Werkberufsschule hat sich dank der exzellenten Leitung sowie engagierter Fachlehrer permanent zum Stand der technischen Entwicklung neu erfunden?, so Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann. Heute fungiert sie als ?Lernfabrik? der Industrie 4.0 und ist das Bindeglied zwischen Mensch und Technik. Die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis ermögliche zudem einen schlanken Übergang von der Ausbildung in Produktion und Montage ? ein Modell, das nach Schulleiter Reinhard Munz auch in Zukunft bestehen wird: ?Aktuell entsteht ein immenser Bedarf an technisch hochqualifizierten Fachkräften, die neue Projekte im Zuge der digitalen Revolution verwirklichen.?
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Datum: 08.08.2018 - 09:15 Uhr
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