NOZ: NOZ: Bienenschutz: Grüne fordern Totalverbot für umstrittene Pestizide
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umstrittene Pestizide
Ab heute fünf Wirkstoffe in Frankreich verboten - Hofreiter:
Vorbild für Bund
Osnabrück. Die Bundesregierung soll nach dem Willen der Grünen
weitere potenziell bienenschädliche Pestizide verbieten.
Fraktionschef Anton Hofreiter (Grüne) sagte der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Samstag): "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich nicht
mit kleinen Schritten zufrieden zu geben, sondern ein Total-Verbot
für alle Neonikotinoide auf den Weg zu bringen."
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) solle sich ein
Vorbild an Frankreich nehmen, so Hofreiter. Hier sind ab Samstag, 1.
September, insgesamt fünf Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide
verboten. Das Land geht damit weiter als die Europäische Union. Die
hatte Ende April das Verbot von drei Wirkstoffen zum Stichtag 19.
Dezember 2018 verboten. Hofreiter sagte: "Nur mit einer
konsequent-giftfreien Landwirtschaft können unsere Bienen geschützt
werden. Solange Klöckner hier blockiert, sind ihre blumigen Worte zum
Bienenschutz unglaubwürdig."
Neonicotinoide zählen zu den meistgenutzten Pestiziden der Welt.
Sie werden gegen Schädlinge wie etwa Blattläuse versprüht. Einige
Wirkstoffe schädigen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aber auch
Bienen und Hummeln, indem sie deren Orientierungssinn stören, das
Immunsystem schwächen oder die Fortpflanzung beeinträchtigen. Eine
Studie zeigte jüngst, dass Hummeln sogar eine Art von Abhängigkeit
von Nahrung entwickeln, die mit Neonicotinoiden behandelt worden ist.
Die Insekten sind zugleich aber wichtige Bestäuber in anderen
Bereichen von Obstanbau und Landwirtschaft. Wissenschaftler schätzten
den ökonomischen Gesamtwert der Insektenbestäubung weltweit auf 153
Milliarden Euro.
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Datum: 01.09.2018 - 07:00 Uhr
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