BERLINER MORGENPOST: Plätze allein reichen nicht / Kommentar von Andreas Abel zu Holz-Kitas
ID: 1645162
errichten, ist richtig. Zumal die Holzbauten keine per se "hässlichen
Klötze" darstellen. Und ein Ortsbild wird nicht von vornherein nur
dadurch verschandelt, dass eine Kita desselben Typs baugleich in
einem anderen Bezirk steht. Wichtiger ist, dass mit den
Holz-Schnellbau-Kitas längst nicht alle Probleme gelöst sind. Bis zum
Ende der Legislaturperiode 2021 müssten noch mehr als 20.000 weitere
Kitaplätze geschaffen werden, um den Bedarf komplett abzudecken. Da
sind die 3400 Plätze in der "Holzklasse" ein wichtiger Teil, aber
eben nur ein Teil. Schließlich nutzen alle neuen Kitaplätze auch nur
dann etwas, wenn sie ausreichend mit Erziehern und Erzieherinnen
ausgerüstet werden.
Der vollständige Leitartikel: Der Senat schafft neue Kitaplätze.
3400 Kinder werden bald in Einrichtungen betreut, die in Holzbauweise
aus Fertigteilen errichtet werden. Das geht schnell und ist relativ
kostengünstig. Dennoch wird gegen die Typenbauten auch Kritik laut.
Sie seien uniform, es werde keine Rücksicht darauf genommen, ob sie
auch in die Umgebung passen. Kurzum: Sie stellten keine gute
Architektur dar. Das mag im einen oder anderen Fall so sein, wird
aber die Eltern, die dringend Betreuungsplätze für ihre Kinder
suchen, wenig überzeugen. Hier müssen Prioritäten gesetzt werden, und
der Plan, modulare Bauten zu errichten, ist richtig. Zumal die
Holzbauten keine per se "hässlichen Klötze" darstellen. Und ein
Ortsbild wird nicht von vornherein nur dadurch verschandelt, dass
eine Kita desselben Typs baugleich in einem anderen Bezirk steht.
Wichtiger ist, dass mit den Holz-Schnellbau-Kitas längst nicht alle
Probleme gelöst sind. Bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 müssten
noch mehr als 20.000 weitere Kitaplätze geschaffen werden, um den
Bedarf komplett abzudecken. Da sind die 3400 Plätze in der
"Holzklasse" ein wichtiger Teil, aber eben nur ein Teil. Und
schließlich nutzen alle neuen Kitaplätze auch nur dann etwas, wenn
sie ausreichend mit Erziehern und Erzieherinnen ausgerüstet werden.
Das ist nach wie vor das größte Problem im Berliner Kitabereich, und
von einer tatsächlichen Entspannung ist man noch weit entfernt.
Ausgebildete Fachkräfte mit Quereinsteigern und anderen "geeigneten
Personen" zu ergänzen, ist, zumindest auf etliche Jahre,
unumgänglich. Aber schon jetzt werden die definierten
Quereinsteigerquoten gar nicht erreicht. Es bleibt dabei: Solange
sich nichts Grundlegendes an der unzureichenden Bezahlung der
Erzieher und Erzieherinnen ändert und solange der Quereinstieg die
Interessenten vor finanzielle Probleme stellt, wird die
Personalmisere andauern.
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Datum: 02.09.2018 - 21:15 Uhr
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Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
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