Rheinische Post: NRW-Wirtschaft fordert Gutscheine für Asylbewerber
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Änderungen an der Asylpolitik. Der Präsident des Verbandes
Unternehmer NRW, Arndt Kirchhoff, sagte im Interview mit der
Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag): "Viele Flüchtlinge kommen
auch deshalb in unser Land, weil hier die staatlichen Zuwendungen
besonders hoch sind." Sie gingen zum Beispiel nicht nach Portugal,
weil der Staat dort weniger zahle. "Wenn wir weiter bei unserem
System bleiben, werden wir auch die meisten Flüchtlinge haben. Ich
bin dafür, nur ein Taschengeld ergänzt um Gutscheine etwa für
Wohnung, Lebensmittel, Kleidung und Bildung zu zahlen. Das könnte
finanzielle Fehlanreize verringern."
Einen Spurwechsel, wie ihn Politiker der großen Koalition angeregt
hatten, lehnt der Unternehmer ab: "Wir brauchen ein
Zuwanderungsrecht, um Fachkräfte zu bekommen. Das darf aber nicht mit
dem Asylrecht vermischt werden. Deshalb sollte es keinen Spurwechsel
geben. Denn das könnte der Anreiz für neue Flüchtlingsströme sein."
Das spiele nur den Schleppern in die Hände, so Kirchhoff.
Auf den Einwand, dass Firmen mit viel Anstrengung Flüchtlinge
integriert haben und jetzt darum bangen müssen, dass Fachkräfte
abgeschoben würden, entgegnete Kirchhoff: "Für solche Fälle gibt es
doch Ausnahmeregelungen, aber eben nur auf Zeit. Wir wollen doch,
dass die Menschen wieder zurückgehen und in ihrem Land etwas
aufbauen. Wir würden doch sonst diese Staaten in Bezug auf die
Fachkräfte ausbluten." Wenn die Not in ihrer Heimat überwunden sei,
sollten die Menschen wieder zurückkehren. "Längerfristige
Bleibelösungen müssen die Ausnahme bleiben, weil wir sonst eine
Durchgangstür schaffen, die Asyl- und Zuwanderungsrecht vermischt",
so der Unternehmer-NRW-Präsident.
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Datum: 07.09.2018 - 15:57 Uhr
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