phoenix tagesgespräch: Hubertus Heil (SPD): "Ich will, dass Menschen sich auf den Sozialstaat verlassen können" - Freitag, 14. September 2018
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Rentenbeiträge trotz eines veränderten Altersaufbaus nicht über 20
Prozent steigen zu lassen. Zudem wolle die SPD im kommenden Jahr eine
Grundrente einführen und die Selbstständigen in das System der
Alterssicherung einbeziehen. "Es geht um ein Kernversprechen des
Sozialstaates, nämlich dass man sich nach einem Leben voller Arbeit
auf die Alterssicherung verlassen kann. Dafür muss man jetzt was
tun", sagte der Bundesminister für Arbeit und Soziales im phoenix
tagesgespräch im Bundestag.
Es sei für alle Generationen ein Kraftakt, das System der
Alterssicherung zu erneuern. "Diese Gesellschaft ist eine, in der
Zukunftsängste trotz der guten wirtschaftlichen Lage eine Rolle
spielen, und ich will, dass Menschen sich zu Recht auf diesen
Sozialstaat verlassen können, und das betrifft das Kernversprechen
der Rente in allervorderster Linie", so Heil weiter. Der Eintritt in
die Rente müsse je nach Beruf flexibel ausgehandelt werden, eine
starre Regelung sei für ihn nicht vorstellbar: "Aber was die FDP
vertritt, das Rentenniveau absinken zu lassen und stur die
Lebensarbeitszeit gesetzlich auf 70 Jahre zu erhöhen, ist eine
Vorstellung, die man haben kann, aber eben nicht meine."
Das Rentenniveau, also das Verhältnis von Rentensteigerung zur
Lohn- und Gehaltsentwicklung, müsse stabil bei 48 Prozent bleiben,
"und dafür sorge ich". Die Zukunft der Alterssicherung entscheide
sich nicht nur in der Rente, sondern vor allem im Arbeitsmarkt. Es
müssten die richtigen Weichen gestellt werden, damit Menschen
anständige Löhne erhielten und verlässlich ihre Arbeit behalten
könnten.
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Datum: 14.09.2018 - 10:40 Uhr
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