DRV-Präsident zum Bundesratsvotum "Ferkelkastration": "Votum stellt Fleischwirtschaft vor Herausforderungen"
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(DRV) die heutige Entscheidung des Bundesrats zum Umgang mit der
betäubungslosen Ferkelkastration aufgenommen. "Dass die Bundesländer
keine Mehrheit für eine Fristverlängerung gefunden haben, stellt
unsere Mitgliedsunternehmen und die gesamte Fleischwirtschaft in
Deutschland vor enorme Herausforderungen", sagte DRV-Präsident
Franz-Josef Holzenkamp.
Der Verband setzt sich seit Beginn der Diskussion um den Ausstieg
aus der betäubungslosen Ferkelkastration für die Lokalanästhesie als
ergänzende Methode ein. Bei diesem sogenannten Vierten Weg
verabreicht ein geschulter Landwirt dem Tier das Schmerzmittel vor
dem Eingriff. Dieses Verfahren ist bisher in Deutschland aufgrund
vieler rechtlicher Hürden nicht anwendbar, während es in anderen
Ländern bereits praktiziert wird. "Wir bleiben dabei: Der Vierte Weg
muss als eine von mehreren Alternativen möglich sein. Zudem darf das
Schmerzmittel Procain nicht als unwirksam abgetan werden. Eine
Anwendung durch den Tierarzt ab dem 1. Januar zum Zweck der
Ferkelkastration stelle ich aufgrund der gültigen Zulassung des
Präparats nicht in Frage", so Holzenkamp weiter.
Nach diesem Votum des Bundesrats setzt der Verband seine Hoffnung
auf die Bundesregierung. Holzenkamp: "Wir hoffen sehr, dass sie die
Dringlichkeit einer solchen Entscheidung erkennt - damit der deutsche
Verbraucher auch in Zukunft heimisches Schweinefleisch essen kann."
Über den DRV
Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich
orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und
Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette
Lebensmittel erzielen die 2.104 DRV-Mitgliedsunternehmen im Handel
und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen
mit rund 82.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 63,0 Mrd. Euro.
Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit
Eigentümer der Genossenschaften.
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Wiebke Schwarze
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Datum: 21.09.2018 - 12:50 Uhr
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