Hochschulzulassung: Schavan duckt sich weg
ID: 165614
Hochschulzulassung: Schavan duckt sich weg
Anlaesslich des heutigen Fachgespraechs im Ausschuss fuer Bildung, Forschung und Technikfolgenabschaetzung zur Entwicklung der Studienanfaengerzahlen erklaert der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz:
Annette Schavan verweigert dem Deutschen Bundestag eine informierte und datenbasierte Beratung zu ihrer Hochschulpolitik. Sie zoegert die Veroeffentlichung der aktuellen Studienberechtigten-Studie hinaus, macht aber Pressemitteilungen dazu. Sie verweigert dem Haushaltsausschuss jede Stellungnahme der Bundesregierung zum Sachstand der zum Wintersemester 2009/10 erstmalig durchgefuehrten Studienplatzboerse, reicht aber kommentarlos Berichte der Kultusministerkonferenz weiter.
Das BMBF ist aber sowohl als schwarzes Informationsloch noch als bessere Poststelle falsch aufgestellt. Ministerin Schavan kommt mit dieser Vernebelungstaktik ihrer Informationspflicht gegenueber dem Parlament nicht nach. Anstatt Pressemitteilungen zu verfassen, die auch noch wissenschaftliche Ergebnisse verfaelscht wiedergeben, muss sie die Studie umgehend freigeben und dem Parlament endlich Rede und Antwort zur Studienboerse stehen.
Die Ergebnisse zu beiden Fragen schmecken Schavan offenbar
nicht: So blieben trotz Studienplatzboerse 18.000 Studienplaetze unbesetzt und es haben sich nur 87 Prozent der staatlichen Hochschulen beteiligt. Hier bringt es auch nichts, sinnentleerte Relationen gebetsmuehlenartig zu wiederholen, wie Schavan das mit dem Anteil der unbesetzten Plaetze an den rund 2,2 Millionen Gesamtstudierenden von 0,8 Prozent tut. Sachlich ist das Quatsch, denn vielmehr blieben im Wintersemester 2009/10 rund vier bis fuenf Prozent der knappen Studienplaetze trotz Boerse zunaechst ungenutzt. Und auch die Endfassung der Studie des Hochschul-Informationssystems HIS "Studienberechtigte 2008" wird die vorlaeufigen Ergebnisse belegen, dass der Hauptgrund fuer die Nichtaufnahme wie fuer den Abbruch eines Studiums die finanzielle Belastung der Studierenden ist.
Dies erkennt das BMBF offenbar im ersten Gesetzentwurf zu einem nationalen Stipendienprogramm ausdruecklich an, erwaehnt hier aber mit keiner Silbe Studiengebuehren. Die jungen Menschen wuerden vielmehr allein deshalb zu wenig studieren, weil sie angemessene Stipendienmoeglichkeiten vermissten. Eine empirische Grundlage fuer diese Bewertung nennt das BMBF nicht. Grotesker kann eine bewusste Fehldeutung von wissenschaftlichen Ergebnissen daher nicht dokumentiert sein. Daten aendern sich nicht, wenn man sie ignoriert, die Augen verschliesst und sich wegduckt. Das zumindest koennte Frau Schavan bereits gelernt haben.
© 2010 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 24.02.2010 - 15:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 165614
Anzahl Zeichen: 2970
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 228 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hochschulzulassung: Schavan duckt sich weg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der heute vom Bundesministerium des Innern und des Bundesamts für Verfassungsschutz vorgestellte Verfassungsschutzbericht bestätigt, was bereits die aktuellsten Zahlen zur politisch motivierten Kriminalität (PMK) gezeigt haben: Unsere Demokratie steht unter massivem Druck. Sebastian Fiedler, in
Koalition baut Verbraucherschutz weiter aus: Neues Recht auf Reparatur schont Geldbeutel und Umwelt ...
Der Deutsche Bundestag beschließt heute in zweiter und dritter Lesung das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Förderung der Reparatur von Waren. Die neuen Regelungen erleichtern es Verbraucherinnen und Verbrauchern, defekte Produkte reparieren zu lassen, und unterstützen so den Weg aus der
Bildung für Nachhaltigkeit: Zukunftskompetenzen für alle ...
Heute hat das Bundeskabinett den Achten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) beschlossen. Für die SPD-Bundestagsfraktion ist klar: Dieser Bericht zeigt, dass nachhaltige Bildung ein Schlüssel für sozialen Zusammenhalt, wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit und erfolgreichen Klimasc
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Drei neue Alexander von Humboldt-Professoren ausgewählt ...
Zwei Natur- und ein Geisteswissenschaftler aus dem Ausland erhalten höchstdotierten internationalen Forschungspreis Deutschlands Ein Philosoph, ein Quantenoptiker und ein Chemiker sind die neuen Alexander von Humboldt-Professoren: Sie sind die ersten drei Preisträger des Jahres 2010. Der mit
Deutsche Forschung kann mehr zur Gesundheit in Entwicklungsländern beitragen ...
Symposium des Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie und des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen: Berlin. "Akademische Forschungsgruppen und Pharmaunternehmen in Deutschland können stärker zur Entwicklung neuer Medikamente für Entwicklungsländer beitragen. Dafür brauchen
John Fogerty. Die Songs ? Die Gitarre ? Die Stimme von Creedence ...
Ikone des American Rock im Juli in Deutschland Mit "Proud Mary" und "Bad Moon Rising" zum Weltruhm Einer der prägenden amerikanischen Rock-Heroen, John Fogerty, kommt im Sommer zu ausgewählten Solokonzerten nach Deutschland. Der legendäre Sänger und Songschreiber, der
EFI-Gutachten bestaetigt Forderungen der SPD zur Staerkung der Wissenschaft ...
Anlaesslich der heutigen Vorstellung des dritten Gutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) erklaert der stellvertretende forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion René Roespel: Nur durch eine effiziente Foerderung und Nutzung von Innovationen aus Wissenscha




