»Wer über Kindersoldaten redet, darf über Waffenexporte nicht schweigen«: terre des hommes fordert Verbot von Kleinwaffenexport
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Bundestagsausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und
Entwicklung (AWZ) zur Lage von Kindersoldaten kritisiert das
entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes, dass
Deutschland nach wie vor den Export von Kleinwaffen erlaubt.
»Weltweit gibt es rund 250.000 Kindersoldaten. Sie werden ausgerüstet
mit leichten Waffen wie dem deutschen G3. Wenn wir heute über die
Demobilisierung von Kindersoldaten diskutieren, sollten wir bedenken,
dass deutsche Waffen in Kriegen und Konflikten eingesetzt werden, in
denen auch Kinder als Soldaten kämpfen müssen«, erklärte terre des
hommes-Kinderrechtsexperte Ralf Willinger in der Anhörung.
terre des hommes begrüßt uneingeschränkt, dass die Bundesregierung
entwicklungspolitische Projekte zum Schutz von Kindern in
Kriegsgebieten fördert. Sieht aber insbesondere beim Thema
Reintegration ehemaliger Kindersoldaten erheblich größeren
Handlungsbedarf - beispielsweise in den Krisenregionen im Nahen und
Mittleren Osten, in Zentralafrika, in Kolumbien oder Myanmar. Junge
Menschen, die als Soldaten eingesetzt wurden, brauchen Hilfe bei der
Traumabewältigung und beim Aufbau einer beruflichen Perspektive.
»Umso problematischer ist es, dass in Ländern wie Irak, Afghanistan,
Myanmar, Kolumbien, Jemen, Somalia oder Sudan massenhaft Kleinwaffen
deutschen Fabrikats im Einsatz sind. Auch Kinder und Jugendliche
kämpfen mit dem Maschinengewehr MG3 von Rheinmetall, dem Sturmgewehr
G3 und der Maschinenpistole MP5 von Heckler & Koch, den Pistolen
Walther P99 oder Sig Sauer SP 2022«, kritisierte Willinger.
terre des hommes fordert deshalb einen generellen Exportstopp von
Kleinwaffen und dazugehöriger Munition. »Wer Kinder schützen und
Friedensprozesse initiieren will, muss auch die Ausfuhr von
Kleinwaffen und Munition stoppen und ein restriktives
Rüstungsexportkontrollgesetz durchsetzen«, so Ralf Willinger.
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E-Mail c.ramm@tdh.de
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Datum: 10.10.2018 - 09:57 Uhr
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