neues deutschland: Es wird weiter abkassiert - Kommentar zur angekündigten Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung
ID: 1658967
Menschen bleibt ein schwieriges Feld. Selbst der fähigste Minister
kann es nicht mit wenigen Befreiungsschlägen zum Hort von Zuwendung,
Zuverlässigkeit, Würde und einer allseits zufriedenstellenden
Finanzierung machen. Das zeigen die Reaktionen auf die von der
Regierung abgesegnete, aber schon länger angekündigte Erhöhung der
Pflegeversicherungsbeiträge. Die ab Januar pro Jahr errechneten
Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro sind eine schöne Stange Geld.
Unklar ist noch, wie es verteilt wird. Wenn es einfach nach dem
Gießkannenprinzip in vorhandene Strukturen fließt, was auch die LINKE
im Bundestag befürchtet, wäre nichts gewonnen - auch keine einzige
neue Pflegekraft. Die Stärkung des Pflegepersonals und damit auch
eine bessere Vergütung wird zunächst in den Krankenhäusern
stattfinden. Die Unternehmen der ambulanten Pflege und Heimbetreiber
klagen, dass Fachkräfte nun noch stärker in die Kliniken abwandern
würden. Da es keine verbindlichen Personalschlüssel für Pflegeheime
gibt, sind die Bedingungen trotzdem gut, dass das zusätzliche Geld
einfach abkassiert wird. Zusätzliche, neue Leistungen würden zwar
erbracht, aber die Vergütung stiege nicht adäquat. Das wird so
bleiben, solange Pflege nur ein Geschäftsmodell ist, aber kein
Anliegen einer gesellschaftlichen Mehrheit. Auch Steuerzuschüsse, wie
oft gefordert, würden das Problem nur fortschreiben.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.10.2018 - 18:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1658967
Anzahl Zeichen: 1779
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 525 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Es wird weiter abkassiert - Kommentar zur angekündigten Erhöhung der Beiträge zur Pflegeversicherung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Straubinger Tagblatt: Opfer für die Pflege ...
Die Ausgaben für Soziales aus dem Steuersäckel steigen bereits deutlich. Auch und gerade bei der Rente. Was die Koalition vereinbart hat, wird allein bis 2025 etwa 32 Milliarden Euro zusätzlich kosten. Und danach? Der Steuerzuschuss des Bundes wird schon sehr bald die 100-Milliarden-Marke err
Straubinger Tagblatt: Diesel-Strategie gescheitert ...
Am Ende hilft es jedoch nicht, das Problem mit etwas weißer Salbe, halbherzigen Maßnahmen und dem starren Festhalten an alten Technologien zu bekämpfen. Jedes weitere Urteil ist eine Aufforderung an die politisch Verantwortlichen, in Städten eine umfassende Verkehrswende einzuleiten. Auf dem
rbb exklusiv: Juli Zeh soll Verfassungsrichterin werden ...
Die Schriftstellerin Juli Zeh soll Richterin am Brandenburger Verfassungsgericht werden. Das erfuhr der rbb am Mittwoch aus der SPD-Landtagsfraktion. Zeh ist eine von drei Kandidaten, die die SPD vorschlagen kann. Die gebürtige Bonnerin hat Rechtswissenschaften in Passau und Leipzig stud
Frankfurter Rundschau: Pressestimme zu Streit unter Linken ...
Die Frankfurter Rundschau kommentiert den Streit über die "Unteilbar" Demonstration am Samstag: "Unteilbar" ist ein schönes Motto für eine Demonstration, die gegen Aus- und Abgrenzung protestiert, von der sozialen Spaltung über die Abschottung Europas bis hin zum bornier




