Globale Bildungskampagne: Bundesregierung tut zu wenig zur Stärkung von Grundbildung
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senegalesischen Bildungsministers und stellvertretenden Vorsitzenden
der Globalen Bildungspartnerschaft (GPE), Serigne Mbye Thiam, gibt
die Bundesregierung bekannt, ihren jährlichen Beitrag zur GPE auf 18
Millionen Euro zu verdoppeln. Die Globale Bildungskampagne begrüßt
diese Erhöhung, fordert die Bundesregierung aber weiter dazu auf,
qualitativ hochwertiger und inklusiver Grundbildung für alle einen
deutlich höheren Stellenwert beizumessen. Es geht darum, den weltweit
über 260 Millionen Kindern und Jugendlichen endlich eine Zukunft zu
ermöglichen, denen derzeit Schulbildung verwehrt bleibt.
"Die Zahlen sind alarmierend", sagt Katrin Weidemann,
Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, einer der
Mitgliedsorganisationen der Globalen Bildungskampagne. "Noch immer
kann eins von fünf Kindern weltweit nicht zur Schule gehen, so die
jüngst von der UNESCO vorgelegten Daten." Tatsächlich stagnieren die
Fortschritte bei den Einschulungsraten seit einigen Jahren wieder.
Die Bildungsbarrieren sind vielfältig: Geschlechterdiskriminierung,
Armut, Behinderungen, Krisen und Konflikte und soziale Ungleichheit
hindern Kinder und Jugendliche daran, ihr Recht auf Bildung
verwirklichen zu können. "Deshalb muss die Bundesregierung dringend
stärker in Grund- und Sekundarbildung investierten", so Katrin
Weidemann. "Die einseitige Fokussierung der neuen Sonderinitiative
des Bundesentwicklungsministeriums auf Ausbildung und berufliche
Bildung greift zu kurz. Ohne Grundbildung stellt sich die Frage nach
einer formalen Berufsausbildung zumeist gar nicht erst. Die
Verdoppelung der Beiträge zur Globalen Bildungspartnerschaft reicht
daher nicht aus."
Der Sprecher der Globalen Bildungskampagne, Jan-Thilo Klimisch,
ergänzt: "Grund- und Sekundarbildung sind der Schlüssel für
nachhaltige Entwicklung, individuell wie gesellschaftlich. Sie bilden
die Grundlage allen weiteren Lernens für Alltag und Arbeitswelt und
ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe. Die GPE ist ein etabliertes
und effizientes Finanzierungsinstrument zur Stärkung von
Grundbildung. Sie ermöglicht ein koordiniertes internationales
Vorgehen und bringt Geber- und Partnerländer sowie die
Zivilgesellschaft an einen Tisch. Die Bildungskampagne begrüßt daher
die Erhöhung des deutschen Beitrags zur GPE im Haushalt 2018 auf 18
Millionen Euro und deren Fortschreibung im Haushaltsentwurf 2019. Das
ist ein positives Signal und ein erster Schritt in die richtige
Richtung, entspricht jedoch bei weitem nicht dem, was Deutschland
angesichts seiner Wirtschaftskraft beitragen könnte. Wir fordern
daher, dass in den laufenden Haushaltsverhandlungen der Beitrag zur
GPE deutlich aufgestockt wird. Ein fairer Beitrag, entsprechend der
wirtschaftlichen Leistungskraft Deutschlands, liegt bei 100 Millionen
Euro pro Jahr."
Die Mitgliedsorganisationen der Globalen Bildungskampagne in
Deutschland:
Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. (CBM) - Don Bosco
Mission - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) -
Kindernothilfe e.V. - Oxfam Deutschland e.V. - Plan International
Deutschland e.V. - Save the Children Deutschland e.V. - Deutsches
Komitee für UNICEF e.V. - Deutsche Welthungerhilfe e.V. - World
University Service - Deutsches Komitee e.V. - World Vision
Deutschland e.V.
Pressekontakt:
Sandra Dworack, Referentin Oxfam, Co-Sprecherin Globale
Bildungskampgne, +49 (0) 30 45 30 69 631
Jan-Thilo Klimisch, Referent Christoffel-Blindenmission Deutschland
e.V., Co-Sprecher Globale Bildungskampagne, +49 (0) 30 206 21 88 12
Christian Herrmanny, stellvertretender Pressesprecher Kindernothilfe,
+49 (0) 203 7789 242
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Datum: 11.10.2018 - 13:41 Uhr
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