Beschränkung von Einwegkunststoffen muss kreislaufwirtschaftliche Bemühungen und Konsumrealität in Europa reflektieren
ID: 1664032
Bericht über den Richtlinienentwurf zur Meeresverschmutzung und
Einwegkunststoffe bestätigt. "European Bioplastics unterstützt den
Übergang von einer linearen zu einer kreisläufigen Wirtschaft.
Biokunststoffe bieten nachhaltige Lösungen für eine Reihe von
Produkten an", sagt François de Bie, Vorsitzende von European
Bioplastics (EUBP). "Einwegkunststoffprodukte wo möglich zu
reduzieren, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Standards für
Hygiene und Lebensmittelsicherheit dürfen jedoch nicht gefährdet
werden. Für einige der betroffenen Einwegprodukte - wie z.B. Teller
und Besteck - bieten biologisch abbaubare zertifiziert
kompostierbare Kunststoffe eine organisch recycelbare Alternative."
Die Ausnahmeregelungen, die der Parlamentsbericht bezüglich
Einwegbesteck und -tellern vorschlägt, reichen allerdings nicht aus,
um Hygiene, Lebensmittelsicherheit und Konsumrealitäten in Europa
unter einen Hut zu bringen. In geschlossenen Systemen, wie Kantinen,
Flugverkehr, Sport- oder Musikveranstaltungen, sind
Einweg-Cateringprodukte häufig eine unverzichtbare und effiziente
Lösung, um Sicherheit und Hygiene für Lebensmittel zu gewährleisten.
Die getrennte Sammlung und das anschließende Recycling des Abfalls
sind in solchen Systemen gewährleistet.
Biologisch abbaubare zertifiziert kompostierbare Kunststoffe
erfüllen die strengen europäischen Anforderungen hinsichtlich
Gesundheits- und Sicherheitsstandards und können zusammen mit
Lebensmittelabfällen gesammelt und organisch recycelt werden.
EUBP unterstützt uneingeschränkt den Vorstoß des Parlaments,
Produkte aus oxo-abbaubaren Materialien zu verbieten. Der Vorschlag
stellt eine logische Konsequenz aus früheren Äußerungen des
Parlaments und der Kommission im Rahmen der Plastikstrategie dar.
Bezüglich biologischer Abbaubarkeit im Meer betont EUBP, dass dies
eine interessante Material- und Produkteigenschaft sein kann. Es muss
jedoch klar definiert werden, für welche Materialien und Produkte und
unter welchen Umständen diese Eigenschaft einen Mehrwert bietet. Die
Verbesserung des Abfallmanagements an Land sowie der Aufbau
effizienter mechanischer und organischer Recycling-Infrastrukturen in
Europa bleiben die wichtigsten Ansätze zur Bekämpfung der
Meeresverschmutzung.
Pressekontakt:
Elena Cantos,
Communications Manager,
European Bioplastics,
Marienstr. 19/20, 10117 Berlin,
Tel: +49 (0) 30 28482 353,
Fax: +49 (0)30 284 82 359,
E-Mail: press@european-bioplastics.org
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Datum: 25.10.2018 - 11:29 Uhr
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