Hardt: Hungerkatastrophe im Jemen verhindern
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Saudi-Arabien muss jetzt eine humanitäre Lösung ermöglichen
Der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock warnt vor einer
dramatischen Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen, wo sich die
humanitäre Lage immer weiter zuspitzt. Hierzu erklärt der
außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen
Hardt:
"Die Krise im Jemen ist eine der schlimmsten humanitären Krisen
unserer Zeit. Durch Waffengewalt sind bereits viele Tausend
Zivilisten ums Leben gekommen. Millionen Jemeniten befinden sich auf
der Flucht. Jetzt droht eine Hungerkatastrophe. Die internationale
Staatengemeinschaft darf einer solchen Tragödie nicht tatenlos
zusehen. Die Konfliktparteien müssen die Waffen umgehend ruhen lassen
und humanitären Zugang gewährleisten. Und auch im Jemen muss endlich
ein politischer Prozess beginnen, der eine nachhaltige Befriedung und
Stabilisierung erlaubt.
Iran trägt durch seine Unterstützung der Houthi-Rebellen und die
fortgesetzte Destabilisierung des Landes eine Hauptverantwortung. Der
Iran ist aufgefordert, seine Unterstützung für die Aufständischen
umgehend zu beenden. Die aggressive Regionalpolitik des Iran, die im
Jemen wie auch in anderen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens vor
Waffeneinsatz und Terrorunterstützung nicht zurückschreckt, ist
zentraler Kritikpunkt der Völkergemeinschaft am Regime in Teheran.
Aber auch Saudi-Arabien als Konfliktpartei an der Seite der legitimen
jemenitischen Regierung trägt eine besondere Verantwortung. Gerade
nach dem Fall Khashoggi ist Saudi-Arabien nun in der Jemen-Krise
gefordert, internationale Verantwortung zu beweisen, dem
Kriegstreiben ein Ende zu setzen und sich für eine echte politische
Lösung zu engagieren."
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Datum: 25.10.2018 - 12:50 Uhr
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