RNZ: Krieg der Worte
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Rohrbomben in den USA
Es sind die Geister, die Donald Trump rief, die Amerika nun in
Angst versetzen. Zwar gab es die tiefe Spaltung des Landes und die
Diffamierung politischer Gegner auch schon, bevor der Immobilienmogul
die Arena betrat. Und auch manche Kritiker des US-Präsidenten haben
sich im Ton vergriffen. Doch ist es vor allem Trump selbst, der
regelrechte verbale Hetzjagden auf seine Kontrahenten und die Medien
veranstaltet und der immer wieder bewusst nach dem Tabubruch sucht.
Dass er Flüchtlinge als "Tiere" bezeichnet und Gewalt gegen
Andersdenkende gutheißt - wie zuletzt beim tätlichen Angriff eines
Abgeordneten auf einen Journalisten - trägt ebenfalls dazu bei, ein
Klima zu schaffen, in dem nun Rohrbomben an Gegner des Präsidenten
verschickt wurden. Statt die schockierende Tat als Signal zur Umkehr
zu nehmen und die aufgeheizte und hasserfüllte Stimmung zu beruhigen,
gibt Trump den Medien die Schuld - die kräftig zurückfeuern. Dem
Präsidenten fehlt offensichtlich jegliche Einsicht in die Folgen
seiner Handlungen. Auch hierzulande wird der Ton rauer, eine Partei
kündigte gar an, die Gegner im Parlament zu "jagen". Der Blick nach
Amerika zeigt, wohin dies führen kann.
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Datum: 25.10.2018 - 19:36 Uhr
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