Neue Westfälische (Bielefeld): Ungeliebte Straßenbaubeiträge in NRW
Ordentlich Druck im Kessel
Lothar Schmalen, Düsseldorf
ID: 1666104
Wähler das Folterinstrument eines Volksbegehrens einmal kurz zeigten,
schon schwenkte der Landtag in München um und schaffte die
Straßenbaubeiträge ab. Auch in Hamburg, Berlin und Hessen sind sie
abgeschafft und in Baden-Württemberg teilweise. Vor diesem
Hintergrund ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis es auch NRW eine
neue Regelung für die ungeliebten, weil von vielen als ungerecht
empfundenen Anliegerbeiträge geben wird. Möglicherweise hat die
gerade gestartete Volksinitiative für die Abschaffung der Beiträge
jetzt den entscheidenden Treffer gesetzt. Wie es scheint, ist es
inzwischen sowohl der Landesregierung als auch der sie tragenden
Fraktionen von CDU und FDP klar, dass sie das Thema besser bald
abräumen, als zu riskieren, dass daraus am Ende eine breite
Volksbewegung wird, die die schwarz-gelbe Koalition in echte
Schwierigkeiten bringt. Schließlich hatten CDU und FDP den Menschen
in NRW vor der Landtagswahl 2017 immer wieder Entlastung versprochen.
Jetzt müssen sie beweisen, dass dies kein leeres Versprechen war. Ob
die Straßenbaubeiträge ganz abgeschafft werden, ist dabei nicht so
sicher. Es geht immerhin um mehr als 100 Millionen Euro, die das Land
jährlich den Kommunen erstatten müsste. In Zeiten sprudelnder
Steuereinnahme mag das nicht so ein großes Problem sein. Aber es
werden auch wieder andere Zeiten kommen. Fakt ist auch, dass bei
einer Abschaffung der Anliegerbeiträge statt der Betroffenen alle
Steuerzahler zur Kasse gebeten werden - also auch die, bei denen vor
der Tür gar nicht gebaut werden muss. Und Geld, dass das Land
zusätzlich für Anliegerstraßen zahlen muss, kann es nicht mehr für
Kindergärten und Schulen ausgeben. Am Ende wird es also einen
Kompromiss geben müssen, der einerseits die Anlieger entlastet und
andererseits nicht die gesamten Kosten allen Steuerzahlern aufbürdet.
Im Übrigens würde vielleicht der Druck aus dem Kessel schon dann
entweichen, wenn betroffene Anlieger früher informiert und an den
Entscheidungen besser beteiligt würden.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.10.2018 - 20:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1666104
Anzahl Zeichen: 2521
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 741 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Ungeliebte Straßenbaubeiträge in NRW
Ordentlich Druck im Kessel
Lothar Schmalen, Düsseldorf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
WAZ: SPD-Landtagsabgeordneter Serdar Yüksel rettet AfD-Mitarbeiter das Leben ...
Serdar Yüksel (45), SPD-Landtagsabgeordneter mit türkischen Wurzeln, aus Bochum hat am Mittwoch im NRW-Landtags-Gesundheitsausschuss offenbar einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der AfD-Fraktion das Leben gerettet. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ,
Neue Westfälische (Bielefeld): Neues Organspendegesetz verabschiedet Spahn muss die Chance nutzen Carolin Nieder-Entgelmeier ...
Endlich debattiert in Deutschland auch die Politik über eine Neuausrichtung der Organspende. Mit Blick auf 10.000 schwerkranke Menschen, die auf ein Spenderorgan warten, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Debatte in Gang gesetzt, die längst überfällig war. Mit dem neuen Orga
Das Erste, Donnerstag, 1. November 2018, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Katarina Barley, SPD, Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Thema: Musterfeststellungsklage 8.05 Uhr, Alexander Mitsch, CDU, Vorsitzender der Werteunion, Thema: Migrationspakt Pressekontakt: Weitere Informationen unter www.ard-morgenmagazin.de Redaktion: Martin Höve
Straubinger Tagblatt: Pfusch bei der Bundeswehr ...
Es wäre unfair, ihr vorzuwerfen, allein die Schuld an der Ausrüstungsmisere zu tragen. Sehr wohl muss sie sich fragen lassen, ob sie die Prioritäten richtig gesetzt hat. Sie verweist darauf, nach ihrem Amtsantritt erst einmal Anstrengungen unternommen zu haben, die Truppe attraktiver zu mache




