NOZ: Forsa-Chef Güllner: SPD würde von Merz oder Spahn als CDU-Chef nicht profitieren
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Spahn als CDU-Chef nicht profitieren
Meinungsforscher sieht SPD als "Kaninchenzüchterverein" - "Nahles
muss weg, sie macht es nicht gut"
Osnabrück. Die SPD würde nach Einschätzung von Forsa-Chef Manfred
Güllner nicht von einem neuen CDU-Chef Friedrich Merz oder Jens Spahn
profitieren. "Das ist nicht zu erwarten. In Bayern und Hessen sind
CSU und CDU klar rechts positioniert. Bei den Landtagswahlen ist die
SPD dort abgestürzt. Profitiert haben die Grünen", sagte Güllner im
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Selbst ein
Kanzlerkandidat Merz oder Spahn würde der SPD nicht nutzen. Die
Wähler in der liberalen Mitte würden zu den Grünen überlaufen",
zeigte sich der Meinungsforscher überzeugt.
Zum sogenannten Debattencamp, mit der die SPD-Spitze Mitte
November die Parteibasis in den Erneuerungsprozess einbinden will,
sagte Güllner: "Das Debattencamp ist ein einziger Irrsinn." Auf die
Wähler wirke die SPD "wie ein Kaninchenzüchterverein, der seine
Mitglieder pflegt und deren Seelen streichelt". Den Wählern sei das
"völlig Schnuppe. Die möchten, dass man sich um ihre Anliegen
kümmert", so der Meinungsforscher.
SPD-Chefin Andrea Nahles stellte Güllner ein verheerendes Zeugnis
aus. "Die Mehrheit der Wähler sagt in Umfragen: Nahles muss weg, sie
macht es nicht gut", so der Forsa-Chef. "Auf die Frage, wer es machen
soll, sagen einige wenige: Scholz oder Gabriel. Dann kommt lange
niemand. Die SPD hat keine personelle Alternative. Es gibt keine
mehr."
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Datum: 02.11.2018 - 01:00 Uhr
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