BUND: Statt Eier auszusortieren brauchen wir ein generelles Umdenken
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heute gemeinsam mit der REWE-Group ein Verfahren zur
Geschlechtsbestimmung im Ei vorgestellt. Dies kommentierte Katrin
Wenz, Agrarexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND):
"Ich bin skeptisch. Ziel der sogenannten In-Ovo-Bestimmung ist,
die Eier der männlichen Küken noch vor dem Schlüpfen auszusortieren.
Das ist keine Lösung im Sinne einer verantwortungsvollen Tierzucht,
denn Hennen müssen auch weiterhin Höchstleistung erbringen. Der BUND
fordert hier ein grundsätzliches Umdenken.
Momentan ist es so, dass Hühner entweder zum Eierlegen oder für
die Mast gezüchtet werden. Die männlichen Küken aus der Zuchtlinie
für die Eierproduktion sind in dieser Systematik überflüssig, da sie
- auch wenn sie gemästet werden - kaum Fleisch ansetzen können.
Aus Sicht des BUND ist es im Sinne der Tiere sinnvoll, die
Geflügelwirtschaft auf Zweinutzungslinien umzustellen. Mit
Zweinutzungshühnern sind Rassen gemeint, die sowohl zur Eier- als
auch zur Fleischproduktion geeignet sind. Das bedeutet, dass die
männlichen Küken nicht geschreddert oder ihre Eier aussortiert,
sondern dass sie aufgezogen werden und ihr Fleisch vermarktet werden
kann.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Zweinutzungshühner
entspannter in Gruppen leben. So müsste der Schnabel nicht, wie
bislang oft üblich, gekürzt werden. Auch sind diese Hühner generell
gesünder und benötigen weniger Medikamente - so könnte beispielsweise
bei der Antibiotikagabe eingespart werden.
Dieser Weg muss konsequenter als bisher gegangen werden und bedarf
dringend öffentlicher Gelder. Hierzu muss die Bundesregierung
Forschungs-, Beratungs- und Umbaufördermittel bereitstellen."
Weitere Informationen finden Sie unter: http://ots.de/KGrqsb
Pressekontakt:
Katrin Wenz, BUND-Agrarexpertin, Tel.: 030-27586-549, E-Mail:
katrin.wenz@bund.net, bzw. Katrin Matthes, BUND-Pressereferentin,
Tel.: 030-27586-531; E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
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Datum: 08.11.2018 - 13:00 Uhr
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