Frankfurter Rundschau: Ohne Begeisterung
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der Europäischen Union wie Solidarität und Toleranz gesprochen. Und
sie hat vor Irrwegen wie nationalen Alleingängen beim Abbau von
Menschenrechten oder bei der Schuldenaufnahme gewarnt und damit die
Krise der EU beschrieben. Doch leider hat sie die Auswege daraus zu
wenig skizziert. Am deutlichsten wird dies bei der gemeinsamen
EU-Armee, zu der eine europäische Rüstungsindustrie und
Waffenexportrichtlinien gehören. Aber wie diese Ziele wann und mit
wem zu erreichen sind, dazu sagte sie nichts. Doch eine mitreißende
Rede war es nicht. Solch eine wäre aber nötig gewesen, um der
schwächelnden EU neue Impulse zu geben. Doch die Kanzlerin ist sich
leider treu geblieben, statt kurz vor ihrem Abschied in die Rolle
einer Reformerin der EU zu schlüpfen. Schade.
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Datum: 13.11.2018 - 17:48 Uhr
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