KORRIGIERTE PRESSEVERÖFFENTLICHUNG - Änderungen im dritten Absatz Nicht nur am "Black Friday&

KORRIGIERTE PRESSEVERÖFFENTLICHUNG - Änderungen im dritten Absatz
Nicht nur am "Black Friday": Bestellen für den Müll /Greenpeace-Umfrage zu Kauf und Retouren im Online-Handel

ID: 1671099
(ots) - Die Deutschen bestellen immer mehr im Internet: Im
Schnitt 16 Bekleidungsstücke und vier Elektronik-Artikel pro Jahr.
Besonders Jüngere ordern häufig schon mit der Absicht, die Ware
zurückzuschicken. Dabei ist ihnen nicht bekannt, dass viele Retouren
vernichtet werden. Diese Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage
veröffentlicht Greenpeace eine Woche vor dem Schnäppchentag "Black
Friday" mit Rekordumsätzen im Online-Handel. "Der Black Friday ist
ein schwarzer Tag für die Umwelt", sagt Viola Wohlgemuth, Sprecherin
von Greenpeace. "Unser Konsum vernichtet immer mehr Ressourcen und
heizt die Klimakrise an. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass
jedes einzelne Paket Folgen für die Umwelt hat."

Online einzukaufen ersetzt bei vielen Deutschen längst den Gang in
die Geschäfte. Im Auftrag von Greenpeace hat das Hamburger
Meinungsforschungsinstitut Nuggets 1000 Frauen und Männer zwischen 18
und 65 Jahren im Oktober 2018 zu Online-Einkäufen und
Retouren-Verhalten befragt. Drei von vier Befragten bestellen
regelmäßig Textilien und Schuhe, darauf folgen Elektronik-Artikel und
Möbel. Wer viel bestellt, schickt auch viel zurück: Vielkäufer, so
genannte "Heavy Shopper", bestellen über zehn Artikel Bekleidung und
Schuhe im Jahr und senden davon mehr als die Hälfte zurück. Über 60
Prozent der Befragten unter 30 Jahren wissen bereits bei der
Bestellung solcher Artikel, dass sie nur einen Teil behalten.
Gleichzeitig können sich neun von zehn Befragten nicht vorstellen,
dass Retouren auch vernichtet werden.

Boomender deutscher Online-Handel: Pakete bis zum Mond und wieder
zurück

Nach einer Studie des EHI Retail Institutes vom Herbst 2017 geben
mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler zu, einen Teil
ihrer Retouren zu recyceln oder zu entsorgen. Das Sichten und


Neuverpacken der Waren sei zu arbeitsintensiv und würde sich nicht
lohnen. Recherchen der Wirtschaftswoche und des ZDF vom Juni 2018
belegen, dass auch Marktführer Amazon rund 30 Prozent der Retouren
nicht direkt weiter verkauft. Stattdessen schreddern
"Entsorgungs-Teams" an deutschen Amazon-Standorten pro Person täglich
Warenwerte von bis zu 23.000 Euro. Greenpeace fordert von
Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) ein Ressourcenschutzgesetz, das
die Vernichtung neuer und neuwertiger Ware verbietet. Die Petition
online: www.greenpeace.de/stoppt-die-verschwendung

Der Online-Handel boomt: Für 2018 erwartet der Handelsverband
Deutschland (HDE) einen Umsatz von 53,4 Milliarden Euro - bereits
vier Mal so viel wie 2008. Im Jahr 2017 wurden rund 3,4 Milliarden
Online-Bestellungen zu deutschen Verbrauchern geschickt. Ein
Größenvergleich zeigt: Legt man eine mittlere Pakethöhe von nur 20 cm
an, reichen diese übereinandergestapelten Pakete von der Erde bis zum
Mond und knapp wieder zurück. Die tägliche Menge an Sendungen aus dem
Onlinehandel an deutsche Verbraucher entspräche einer Höhe von
zweieinhalb Mount Everests.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Viola Wohlgemuth, Tel.:
0151-2218 0971, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel.:
0171-8706647. Eine Zusammenfassung der Umfrage (7 Seiten) finden Sie
unter https://act.gp/2Foqzgp. Greenpeace-Pressestelle: Telefon
040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet:
www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf
Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

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Datum: 16.11.2018 - 08:58 Uhr
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