Saar-Bevölkerung schrumpft trotz Zuwanderung aus dem Ausland
ID: 1675601
IHK: Anwerbestrategie für den MINT-Bereich und das Gastgewerbe entwickeln!
Nach einer aktuellen Studie der IHK hat das Saarland seit dem Jahr 2000 rund 30.000 Menschen per Saldo an den Bund verloren. Dieser Wanderungsverlust konnte aber dadurch mehr als ausgeglichen werden, dass aus dem Ausland im gleichen Zeitraum insgesamt 58.000 Menschen mehr ein- als auswanderten. Alles in allem hat das Saarland seit der Jahrtausendwende dadurch einen Wanderungsgewinn von 28.000 Menschen erzielt, d.h. durchschnittlich 1.550 Personen pro Jahr. In diesem Zeitraum hat sich sowohl die Binnenwanderung als auch die Außenwanderung beschleunigt.
Anwerbestrategie für ausländische Fachkräfte entwickeln
Da sich das Fachkräfteangebot im Saarland weiter verknappen wird, kann aus Sicht der IHK die Lücke hierzulande nur durch mehr qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland verringert werden. ?Die Landesregierung sollte daher rasch eine Anwerbestrategie entwickeln und umsetzen, deren Ziel die verstärkte Rekrutierung von potenziellen Auszubildenden und Fachkräften aus dem Ausland ist, vorzugsweise für den MINT-Bereich und das Gastgewerbe?, so Dornseifer. Hierzu böten sich beispielsweise EU-Peripheriestaaten wie Italien oder Spanien an ? Länder also, in denen die Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich hoch ist. Für diese Länder sprechen aus Sicht der IHK auch die zahlreichen bereits bestehenden Kontakte: ?Städtepartnerschaften, Hochschulkooperationen und Geschäftsbeziehungen können Türöffner sein?, so Dornseifer.
Damit all dies erfolgreich gemeistert werden kann, sind noch zahlreiche Fragen zu klären, wie beispielsweise das Angebot an Unterstützungsleistungen für die berufliche Integration (Förderung der allgemeinen und fachbezogenen Sprachkompetenz, Anpassungsqualifizierung, Mentorenprogramme, Dual Career). Doch dass sich all dies lohnt, zeigt der Erfolg der Anwerbestrategien, die Politik, Wirtschaft und Arbeitsagenturen u. a. in den Regionen Hannover und Stuttgart auf den Weg gebracht haben. Sie könnten beispielgebend für das Saarland sein.
Abwanderung stoppen!
Die seit Jahrzehnten anhaltende Binnenabwanderung zeigt, dass das Saarland insbesondere an seiner Bindekraft arbeiten muss. ?Lebendige Ortskerne und Innenstädte, ein vielfältiges Kulturprogramm, attraktive Wohnmöglichkeiten, ein Angebot an Kitas und Schulen, die den Qualitätsvergleich mit anderen Bundesländern nicht scheuen müssen, sowie ein leistungsfähiger ÖPNV sind wichtig, um gerade junge Menschen zum Bleiben zu motivieren. Gleiches gilt für Studiengänge, die sich am Bedarf der Wirtschaft orientieren, Strahlkraft entwickeln und so den Nachwuchs im Land halten sowie Studierende und Wissenschaftler von außerhalb anziehen. Vieles sei auf einem guten Weg ? aber die Anstrengungen müssten forciert werden, um die Abwanderung zu stoppen?, so der Kammerpräsident.
Die vollständige Studie steht auf der IHK-Homepage (Kennziffer: 1512) unter www.saarland.ihk.de zum Download zur Verfügung.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 29.11.2018 - 14:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1675601
Anzahl Zeichen: 4182
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Saarbrücken
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 383 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Saar-Bevölkerung schrumpft trotz Zuwanderung aus dem Ausland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé: „Das Reformpaket enthält einige richtige und überfällige Schritte – insbesondere beim Abbau von Bürokratie, bei Krankschreibungen und bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Der große wirtschaftspolitische Befreiungsschlag bleibt jed
IHK: Zukunft des Saarlandes braucht mehr Wettbewerbsfähigkeit – nicht neue Belastungen ...
Die IHK Saarland sieht im Jahresbericht 2026 der Arbeitskammer einen wichtigen Anlass für eine grundsätzliche wirtschaftspolitische Debatte über die Zukunft des Saarlandes. Der Bericht benenne zwar reale Herausforderungen – von Transformation über Fachkräftesicherung bis hin zu sozialem Zusam
Thomé: „Dauerstaus und jahrelange Einschränkungen dürfen nicht zum Normalzustand im Saarland werden“ ...
Die IHK Saarland sieht die zunehmenden Verkehrsbehinderungen auf den wichtigsten Verkehrsachsen des Landes mit wachsender Sorge. Hintergrund sind zahlreiche Rückmeldungen von Unternehmen aus Industrie, Handel, Logistik, Gastronomie und Tourismus, die von erheblichen Belastungen durch die aktuelle B
Weitere Mitteilungen von Industrie- und Handelskammer des Saarlandes
Regionaler Mittelstandswettbewerb "Ludwig" startet mit Schirmherrin in die 7. Runde ...
Es geht wieder los. Ab sofort starten erneut die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg und die regionale Servicestelle der Oskar-Patzelt-Stiftung SC Lötters gemeinsam in die 7. Wettbewerbsrunde 2019 des ?Ludwig?, dem regionalen Zusatzpreis zum bundesweiten Großen Preis des Mittelsta
Bildungsprogramm der Handwerkskammer mit 14 neuen Angeboten ...
Bereits seit knapp vierzig Jahren werden Handwerker und andere Fachkräfte in technischen und betriebswirtschaftlichen Seminaren und Lehrgängen in der Bildungsakademie der Handwerkskammer in Stuttgart Weilimdorf weitergebildet. Die zunehmende Digitalisierung und die veränderten Anforderungen, die
Engagement im europäischen Austausch gewürdigt ...
Vom norwegischen Åndalsnes über Marseille bis Vicenza ? in die verschiedensten Ecken Europas zog es dieses Jahr Auszubildende und Ausbilder aus dem südbadischen Handwerk zum Austausch unter Kollegen. Bei einer Feierstunde am 28. November in der Freiburger Münsterbauhütte ehrte die Handwerkskamm
Der Weg des richtigen Redens - neuer Ratgeber zur effektiveren Kommunikation ...
Die Kommunikation ist ein komplexes Thema. Oft fühlen sich Menschen in Gesprächssituationen überrumpelt. Es kommt auch nicht selten vor, dass man sich in ähnlichen Situationen vollkommen anders verhält. Dies kann natürlich zu negativen Konsequenzen führen, sowohl privat als auch im Beruf. In




