Kinder und Jugendliche weltweit aktiv gegen Klimawandel / terre des hommes:»Katastrophen bedrohen bereits heute 500 Millionen Kinder«
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Katowice müssen unbedingt verbindliche Regelungen zum Stopp des
Klimawandels beschlossen und danach auch umgesetzt werden. Das
fordert das internationale Kinderhilfswerk zum bevorstehenden Auftakt
der Konferenz.
Die bedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels sind in zahlreichen
terre des hommes-Projektregionen spürbar. Um dem entgegenzuwirken,
engagieren sich Kinder und Jugendliche und schützen ihre Gemeinden
vor Erderwärmung und Umweltzerstörung. Derzeit laufen über 90
Umweltschutz-Aktivitäten in terre des hommes-Projekten in Afrika,
Lateinamerika, Asien und auch in Deutschland. Im südlichsten Distrikt
Indiens etwa pflanzen junge Erwachsene in Öko-Clubs Bäume und
Sträucher, damit das Meer ihr Land nicht wegspült. In Mosambik bauen
Jugendliche Regensammelbecken an Schulen, damit die durch den
Klimawandel verursachten immer längeren Dürreperioden überbrückt
werden können. In den peruanischen Anden legen die Dorfgemeinden
Regenrückhaltebecken an, um dem Teufelskreis aus längeren
Trockenzeiten und Überschwemmungen aufgrund der Gletscherschmelze zu
entkommen.
»Der Klimawandel ist da und macht armen Menschen in vielen Ländern
das Leben schwer« sagte Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre
des hommes. Jedes vierte Kind lebt bereits heute in einem von
zunehmenden Wetterextremen und anderen Katastrophen betroffenen Land.
»500 Millionen Kinder sind bereits heute betroffen- eine Zahl die
sich noch drastisch erhöhen wird, wenn es nicht gelingt, den
Klimawandel bei 1,5 bis zwei Grad zu stoppen«, so Recknagel.
Insbesondere die ärmeren Länder sind auf massive Unterstützung
angewiesen. »Sowohl für die Anpassungsstrategien an die Klimafolgen
als auch für Klimaschutzmaßnahmen müssen verbindliche Fahrpläne
erstellt werden. Grundlage dafür sind auch die Kinderrechte, wie das
Pariser Klimaabkommen von 2015 deutlich macht. Die Industrieländer,
die den Löwenanteil der Treibhausgas-Emissionen verantworten, stehen
im Wort, bis 2020 die Mittel für Entwicklungsländer auf 100
Milliarden US-Dollar pro Jahr anzuheben«, erläutert Recknagel. Für
Deutschland wären dies rund 10 Milliarden US-Dollar, die vor allem
aus staatlichen Mitteln finanziert werden sollten.
Einen Überblick über ausgewählte Aktivitäten von Kindern und
Jugendlichen in terre des hommes-Projekten zum Umwelt- und
Klimaschutz finden Sie auf: www.gam-tdh.de
Pressekontakt:
terre des hommes:
Wolf-Christian Ramm, Telefon 05 41 / 71 01-158, E-Mail: c.ramm@tdh.de
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Datum: 30.11.2018 - 11:31 Uhr
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