MDR-Rundfunkrat informiert sichüber MDR-Strategie und genehmigt Wirtschaftsplan 2019 / Dialog, Demokratie und Digitalagenda Schwerpunkte im nächsten Jahr
ID: 1676641
2018, den ersten jährlichen MDR-Strategieplan 2018/2019 zur Kenntnis
genommen. Er basiert auf dem MDR-Entwicklungsplan 2018 bis 2021 und
soll sicherstellen, über den Vier-Jahres-Zeitraum konsequent auf die
Erreichung der Unternehmensziele hin zu arbeiten, dabei aber
gleichzeitig flexibel auf neue Rahmenbedingungen reagieren zu können.
MDR-Rundfunkratsvorsitzender Horst Saage: "Mit dem Strategieplan löst
die MDR-Geschäftsleitung ihr Versprechen ein, für Transparenz und
regelmäßige Abrechnung der Unternehmensentwicklung Sorge zu tragen,
und das begrüßen wir sehr."
MDR-Intendantin Karola Wille erläuterte dazu: "Die jährliche
strategische Planung ist die Voraussetzung für die konsequente
Ausrichtung des MDR an den im Entwicklungsplan MDR4 dargelegten
strategischen Eckpfeilern. Für 2019 haben wir insbesondere drei
Schwerpunkthemen aus unseren Unternehmenszielen identifiziert:
Demokratie, Dialog und Digitalagenda. Dafür werden wir in
unabhängiger journalistischer Arbeit und mit hohem Qualitätsanspruch
vielfältige Inhalte schaffen, die einen lebendigen demokratischen
Diskurs in Mitteldeutschland anregen."
Der MDR-Rundfunkrat hat außerdem den MDR-Wirtschaftsplan für 2019
genehmigt. Insgesamt werden für das Wirtschaftsjahr 2019 Erträge von
749,3 Millionen Euro erwartet. "Im Mittelpunkt steht unsere
Verantwortung für ein ausgewogenes und vielfältiges publizistisches
Angebot, das die Menschen in Mitteldeutschland informiert, bildet,
berät und unterhält", sagte die Intendantin bei der Beratung des
Wirtschaftsplans. Mit Anpassungen an die Herausforderungen der sich
verändernden digitalen Medienwelt und einschneidenden Sparmaßnahmen,
die bis ins Programm reichen, sei es möglich, diesem Anspruch gerecht
zu werden und gleichzeitig einen ausgeglichenen Haushalt dafür
aufzustellen. Zur Kostendämpfung trage auch wesentlich der
Neuabschluss eines Tarifvertrags über die Altersversorgung in der
gesamten ARD bei. Die Entlastungen im Bereich der
Pensionsverpflichtungen wirken sich auf den MDR-Haushalt ebenso
dauerhaft aus wie die erwarteten Einsparungen aus dem eingeleiteten
Strukturprozess der ARD beispielsweise bei der Schaffung
einheitlicher IT-Systeme im ARD-Verbund. Der MDR verfüge im
Zusammenspiel der Maßnahmen über eine gesicherte Finanzgrundlage für
seine Strategieplanung und die Schwerpunktsetzungen im Programm.
Als Vorsitzender für den MDR-Verwaltungsrat, der den
Wirtschaftsplan zuvor festgestellt hatte, unterstrich dessen
Vorsitzender Karl Gerhold an: "Angesichts weiter steigender
Herausforderungen bei der fortschreitenden Digitalisierung der Medien
und der Veränderung in der Mediennutzung muss auf Seiten der Politik
darüber nachgedacht werden, wie auch künftig eine bedarfsgerechte
Finanzierung sichergestellt werden kann. Im Mittelpunkt muss immer
der Auftrag stehen und wir erwarten dafür eine verantwortungsvolle
Entscheidung der Politik."
Die Erträge aus Rundfunkbeiträgen werden 2019 mit 585,4 Millionen
Euro geplant und liegen leicht um 2,0 Millionen Euro über dem
Planansatz 2018 (+ 0,3 Prozent). Der Anteil der Rundfunkbeiträge an
den Gesamterträgen beträgt 78,1 Prozent.
Den Erträgen im Wirtschaftsjahr 2019 stehen Gesamtaufwendungen von
752,7 Millionen Euro gegenüber. Daraus errechnet sich ein Defizit von
3,4 Millionen Euro, das durch Entnahmen aus den bestehenden
Gewinnrücklagen gedeckt wird.
Pressekontakt:
Horst Saage
Vorsitzender des MDR-Rundfunkrates, Tel.: (0341) 3 00 62 21, Fax:
(0341) 3 00 62 60, E-Mail: rundfunkrat@mdr.de, Internet:
www.mdr-rundfunkrat.de
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Datum: 03.12.2018 - 15:58 Uhr
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