BERLINER MORGENPOST: Hoffnung für Air-Berlin-Kunden - Kommentar von Thomas Fülling zu den Aussichten der Klage gegen Etihad Airways
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Etwa, weil Sie Tickets für Flüge bezahlt haben, die dann nicht
geflogen wurden. Oder weil Sie bei Flügen zuvor fleißig Bonus-Meilen
gesammelt haben, die mit der Insolvenz der Airline nicht mehr
eingelöst werden konnten. Dann dürfen Sie hoffen.
Nach langer Prüfung hat Lucas Flöther, Insolvenzverwalter von Air
Berlin, jetzt Klage gegen Etihad Airways eingereicht. Er fordert bis
zu zwei Milliarden Euro Schadensersatz von der Golf-Airline, die 2011
bei Air Berlin als Hauptaktionär eingestiegen war und die schon
damals kriselnde deutsche Fluggesellschaft dann mit frischem Geld
versorgte.
Doch im Sommer 2017, als der stark gesunkene Ölpreis auch in den
Emiraten für Alarmstimmung sorgte, drehte Etihad entgegen einer
vorher erklärten zusage den Geldhahn plötzlich zu.
Der Auftrag von Insolvenzverwalter Flöther ist es, alles zu tun,
um Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen. Ob bei einem möglichen
Erfolg Flöthers vor dem Berliner Landgericht tatsächlich auch
Mitarbeiter und Kunden von Air Berlin Geld sehen werden, muss sich
noch zeigen. Denn sie stehen ganz am Ende der Schlange der 1,3
Millionen Gläubiger. Aber die Hoffnung darauf ist jetzt ein klein
wenig größer geworden.
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Datum: 14.12.2018 - 17:37 Uhr
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