neues deutschland: Kommentar zu Personalproblemen in der Pflege: Kurswechsel noch ohne Erfolg
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der mit vielen Millionen Euro von Versichertengeldern den
schwerfälligen Dampfer »Pflege« auf neuen Kurs bringen will. Auch die
Beschäftigten selbst haben im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen
schon deutliche Ansagen gemacht.
Vor allem aus Krankenhäusern kommen immer häufiger Notsignale.
Abteilungen werden bisher nur in Einzelfällen zeitweise verkleinert
oder ganz geschlossen. Aber gerade das wäre im Interesse der
Patientensicherheit: Lieber weniger Kranke aufnehmen, als mehr von
ihnen schlecht versorgen oder gar blutig entlassen. Endlich mitziehen
müssten die Bundesländer mit Entscheidungen zu
Krankenhausinvestitionen. Die Finanznot der Kliniken ging lange auf
Kosten der Pflege. Etliche Beschäftigte konnten dem Druck nicht
standhalten und gaben ihren Beruf auf. Angesichts eines leer gefegten
Arbeitsmarktes wird das Heulen und Zähneklappern der
Personalabteilungen lauter. Letzten Endes weiß man dort, dass die
Schließung lukrativer Abteilungen drohen könnte. Vermutlich müssen
bald auch Bundesländer in den sauren Apfel beißen, und sich von zu
kleinen Häusern verabschieden.
In gleicher Dringlichkeit sind Meldungen über gefährliche Zustände
in Pflegeheimen oder bei ambulanten Diensten noch nicht zu vernehmen.
Die Gefahr besteht jedoch, dass sich die beiden Bereiche, die Alten-
und die Krankenpflege, gegenseitig kannibalisieren - und das sicher
nicht zum Vorteil der Bedürftigen.
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Datum: 08.01.2019 - 18:09 Uhr
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