Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nicht ohne Nutzenbewertung / Kompetenzen des G-BA erhalten
ID: 1686581
Bundesministers für Gesundheit mahnt der Vorsitzende des Vorstandes
der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Wolfgang Eßer,
Maßstäbe der Methodenbewertung nicht grundsätzlich aufzuweichen und
vielmehr die Kompetenz für die Bewertung neuer Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden in den Händen des Gemeinsamen Bundesausschusses
(G-BA) zu belassen.
Der Minister hatte am 10. Januar vorgeschlagen, das
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zu ermächtigen, durch
Rechtsverordnung Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in die
Versorgung aufzunehmen - und zwar unabhängig davon, ob sich der G-BA
bereits mit der betreffenden Methode befasst hat. Auslöser sind die
Beratungen über die Liposuktion bei Lipödemen, deren Nutzen der G-BA
als noch nicht belegt ansieht und daher eine Erprobungsstudie auf den
Weg gebracht hat.
"Wir erachten es als außerordentlich unglücklich, dass ausgehend
von einem Einzelfall grundlegende Prinzipien der Selbstverwaltung und
der evidenzbasierten Medizin aufgeweicht werden sollen", sagte Eßer.
Mit der Verlagerung der Kompetenz zur Festlegung neuer Leistungen auf
das BMG, ohne dass das Ministerium Evidenzgrundlagen und das
Wirtschaftlichkeitsgebot beachten muss, würden grundlegende
Prinzipien des Leistungsrechts ausgehebelt und damit das
Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung gefährdet.
"Auch ist der Vorstoß nicht geeignet, eine Debatte über Strukturen
und Legitimation des G-BA zu führen. Kritik an langen Beratungsdauern
und an Inhalten der Entscheidung des G-BA kann legitim sein. Jedoch
sollte deshalb nicht gleich das gesamte System in Frage gestellt
werden."
Pressekontakt:
Kai Fortelka
Tel: 030 - 28 01 79 27
E-Mail: presse@kzbv.de
Original-Content von: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.01.2019 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1686581
Anzahl Zeichen: 2107
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 248 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden nicht ohne Nutzenbewertung / Kompetenzen des G-BA erhalten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kassenzahn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Welche gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten einer professionellen Zahnreinigung (PZR) - oder übernehmen diese unter Umständen sogar vollständig? Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat heute die Ergebnisse ihrer jährlichen Umfrage zu entsprechenden Leistungen
"Das Maß ist voll, Herr Minister!" / Letzte VV der endenden Amtsperiode des Vorstands der KZBV ...
Auf der letzten Vertreterversammlung der auslaufenden sechsjährigen Amtsperiode des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zog dessen Vorsitzender Dr. Wolfgang Eßer eine kritische Bilanz der Gesundheitspolitik der Bundesregierung und stimmte die Zahnärzteschaft vor dem Hin
Partizipation bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen sieht anders aus! / MassiverÄrger der KZBV über geplante künftige Finanzierung von TI-Komponenten ...
Anlässlich der geplanten künftigen Finanzierung der Telematikinfrastruktur (TI) hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) massive Kritik an dem gänzlich unabgestimmten Vorgehen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) geübt. "Einmal mehr handelt das BMG in Sachen TI im A
Weitere Mitteilungen von Kassenzahn
Neue Wege in der Organisation in der Asklepios Klinik im Städtedreieck: Teamassistentinnen für die Stationen ...
STÄDTEDREIECK. Die Pflegefachkräfte einer Krankenstation sind klassische „Allrounder“, die neben pflegerischen Tätigkeiten auch viele administrative und organisatorische Aufgaben zu bewältigen haben. Letztere nehmen allerorts zu – um hier kein Ungleichgewicht entstehen zu lassen, die nöti
HIV-Selbsttest: Nachweis erst nach bis zu zwölf Wochen möglich ...
Seit Herbst sind HIV-Selbsttests auch in Deutschland frei verkäuflich. Wichtig ist, dass man sich nicht zu früh testet: "Vom Zeitpunkt der Übertragung bis zum sicheren Nachweis vergehen bis zu zwölf Wochen", sagt Dr. Christoph Spinner vom Interdisziplinären HIV-Zentrum am Klinikum
So klappt's mit den gesunden Vorsätzen (AUDIO) ...
Mehr Sport treiben, gesünder essen, weniger rauchen - kommt Ihnen das bekannt vor? Gute Vorsätze sind leicht gefasst, gerade zum Jahreswechsel. Warum sie so schwer umzusetzen sind, weiß Petra Terdenge: Sprecherin: Wir Menschen lieben unsere Gewohnheiten. Bis zu 50 Prozent von dem, was
Bundesweite Infovorträge zu Wasser & Gesundheit ...
Der Verein “Wassertankstelle e.V.” hat es sich zur Aufgabe gemacht, bundesweit kostenfreie Informationsveranstaltungen unter dem Motto „Wollten Sie schon immer mal wissen, was Sie Tag für Tag trinken?“ durchzuführen. Seit der Verein immer mehr private Wassertankstellen eröffnen konnte, l




