Kommissionsempfehlungen: Braunkohlenindustrie befürchtet harte Eingriffe - Versorgungssicherheit 24/7 bleibt wichtiges Anliegen
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Strukturwandel und Beschäftigung, bis 2030 etwa die Hälfte der
Braunkohlenkraftwerkskapazität stillzulegen und die Verstromung
heimischer Braunkohle bis 2038 vollständig zu beenden, entzieht dem
Industriestandort Deutschland vorzeitig eine wichtige Basis der
Stromversorgung. Sie greift zudem tief in das soziale Gefüge und die
Wertschöpfung in den Braunkohlenrevieren ein. Die Empfehlung würde
gegenüber den Planungen in den Revieren zu einem um etwa 10 Jahre
vorgezogenen Ende der Stromerzeugung aus Kohle in Deutschland führen.
Der Deutsche Braunkohlen-Industrie-Verein (DEBRIV) appelliert an die
Bundesregierung, die jetzt vorliegenden Empfehlungen vor dem
Hintergrund einer sicheren Versorgung Deutschlands mit Energie und
unter Mitwirkung aller Betroffenen zu prüfen.
Die Kommission, so der DEBRIV, greift mit ihren Empfehlungen
unnötig hart in die Revierplanungen ein. Sachlich gut begründete,
wirtschaftlich vernünftige und den Regionen nützliche
Kompromissvorschläge aus Industrie, Gewerkschaften und den
Bundesländern wurden vielfach nicht übernommen. Auch ohne die
Beschlüsse und nach den Planungen der Unternehmen würde die
Verstromung der Braunkohle in Deutschland bis spätestens 2050
beendet. "Es ist nochmals zu überdenken, einen wettbewerbsfähigen
Industriezweig vorzeitig für das politische Ziel Klimaschutz zu
opfern, zumal dieser Industriezweig für weniger als 0,5 Prozent der
weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist und mit dem Opfer dem
globalen Klimaschutz nicht nennenswert gedient wird", erklärte der
DEBRIV-Hauptgeschäftsführer Thorsten Diercks in Berlin nach
Bekanntwerden der Kommissions-Empfehlungen.
Eine weitergehende Bewertung der Beschlüsse ist erst nach
vertiefter Analyse möglich. Der DEBRIV dankt den Vertretern der
Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Regionen dafür, dass sie ihre
energiewirtschaftliche Expertise mit vielen sachlichen und
revierbezogenen Anmerkungen in die Kommissionsarbeit eingebracht
haben.
Pressekontakt:
Uwe Maaßen
DEBRIV - Bundesverband Braunkohle
Auenheimer Str. 27
50129 Bergheim
T +49 2271 99577 34
F +49 2271 99577 8 34
mailto: Uwe.Maassen@braunkohle.de
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Datum: 27.01.2019 - 10:42 Uhr
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