NOZ: Wehrbeauftragter fordert Entscheidungüber Zukunft der "Gorch Fock"
ID: 1691724
Zukunft der "Gorch Fock"
Bartels: "Alles andere wäre peinlich" - Kritik an Ministerin von
der Leyen
Osnabrück. Im Streit um die "Gorch Fock" hat der Wehrbeauftragte
des Bundestages eine Entscheidung über die Zukunft des Schulschiffs
angemahnt. Der SPD-Politiker Hans-Peter Bartels sagte in einem
Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Deutschland ist nicht
dümmer oder ärmer als andere Nationen. Das müssen wir hinbekommen.
Alles andere wäre peinlich." Die Marine habe bisher ihre
Offiziersausbildung mit einem eindrucksvollen Großsegler machen
können, viele Partner-Marinen machten das auch.
Bartels wollte sich nicht festlegen, ob die Gorch Fock weiter
renoviert oder ein neues Schulschiff gekauft werden solle: "Das
sollen die Verantwortlichen beurteilen. Ein Neubau würde jedenfalls
Jahre dauern, dann bräuchte man auch noch eine Überbrückungslösung."
Bartels kritisierte, dass niemand reagiert habe, als sich die Kosten
für die Renovierung von 10 auf 135 Millionen Euro verdreizehnfacht
hätten. "Es hätte jemandem auffallen müssen, dass das nicht normal
ist. Aber was ist schon normal, wenn sowieso immer alles teurer wird
als geplant?"
Auf die Frage nach der Verantwortung der Verteidigungsministerin
Ursula von der Leyen (CDU) für den schlechten Zustand der Truppe
sagte Bartels: "Die Herausforderung heißt: umsetzen." Die Aufgabe der
Ministerin sei nicht leicht, aber es gelte: "Jetzt muss die
Ministerin den Turnaround schaffen."
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Datum: 30.01.2019 - 01:00 Uhr
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