Rheinische Post: Polizei muss beschlagnahmte Luxusautos zurückgeben

Rheinische Post: Polizei muss beschlagnahmte Luxusautos zurückgeben

ID: 1692761
(ots) - Die meisten der im vergangen Herbst in
Duisburg vor einem Jobcenter sichergestellten Nobelfahrzeuge sind
wieder bei ihren Besitzern. "Wir haben fünf der beschlagnahmten
Fahrzeuge zurückgeben müssen, drei sind noch bei uns, eines davon ist
gepfändet", sagte der zuständige Duisburger Oberstaatsanwalt Stefan
Müller der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag). "So etwas kann
in Ermittlungen vorkommen. Das ist nicht frustrierend. Wir handeln
schließlich nach Recht und Gesetz", so Müller. Die Verfahren gegen
die Beschuldigten wegen zu Unrecht bezogener Sozialleistungen liefen
aber weiter. "Zum Beispiel ermitteln wir gegen einen dieser
Fahrzeugführer weiter wegen Sozialhilfebetrugs. Das Fahrzeug, mit dem
er fuhr, gehörte aber einem Dritten. Und das mussten wir dann
zurückgeben", erklärte Müller. Außerdem hätten nicht alle Fahrzeuge
dem Wert entsprochen, von dem man bei der Beschlagnahmung ausgegangen
war. Zu dem Ergebnis wäre später ein Sachverständiger gekommen.

Die Fahrzeugkontrolle im September 2018 vor dem Jobcenter hatte
bundesweit für Aufsehen gesorgt. Sieben Luxusautos der Marken
Mercedes und BMW wurden dabei sichergestellt, darunter Limousinen,
Gelände- und Sportwagen. Die Polizei war Hinweisen nachgegangen,
wonach Personen Sozialleistungen bezogen hatten, obwohl diese teure
Autos fuhren.

Für die Sicherheitsbehörden dürfte die Rückgabe der Fahrzeuge im
Kampf gegen kriminelle Clans ungelegen kommen. "Die feiern das
natürlich jetzt als Erfolg gegen den Rechtsstaat. Das ist ein fatales
Signal", sagte Erich Rettinghaus, Vorsitzender der Deutschen
Polizeigewerkschaft (DPolG) der "Rheinischen Post "Die sagen sich
jetzt: Die Polizei kann uns zwar kontrollieren, aber unser Vermögen
kann sie uns nicht wegnehmen", so Rettinghaus. Das Konzept und
Vorgehen sei aber richtig, stellte Rettinghaus klar. Damit so etwas


aber künftig möglichst nicht mehr passiert, fordert er neue
rechtliche Instrumente und mehr Befugnisse, die es ermöglichten, die
Verfahren gerichtsfest zu machen und für Nachhaltigkeit sorgen. "Wir
brauchen endlich die Beweislastumkehr. Bislang ist es so, dass wir
den Kriminellen bis ins kleinste Detail nachweisen müssen, woher sie
das Geld für ihre Autos haben, obwohl wir wissen, dass sie es nicht
auf legalen Weg erwirtschaftet haben. Das muss sich umkehren", sagte
Rettinghaus.

www.rp-online.de



Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: FDP fordert mehr Rheinische Post: SPD-Fraktionschef Kutschaty fordert geordnetes Abschalten der Braunkohlekraftwerke
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.02.2019 - 04:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1692761
Anzahl Zeichen: 2851

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 334 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Polizei muss beschlagnahmte Luxusautos zurückgeben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rheinische Post (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Gladbachs Neuhaus mag keine Kroos-Schweinsteiger-Vergleiche ...
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er

Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten

NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock


Weitere Mitteilungen von Rheinische Post


Rheinische Post: SPD-Fraktionschef Kutschaty fordert geordnetes Abschalten der Braunkohlekraftwerke ...
SPD-Landesfraktionschef Thomas Kutschaty fordert ein geordnetes Abschalten der Braunkohlekraftwerke im rheinischen Revier. "Der Wirtschaftsminister muss dafür sorgen, dass es nicht zu Blackouts kommt und die Kraftwerke nach einem genauen Plan abgeschaltet werden - und nicht alle in derselb

Rheinische Post: Zahl der Salafisten bundesweit auf 11.500 gestiegen ...
Die Zahl der Salafisten ist Anfang dieses Jahres bundesweit auf 11.500 gestiegen. Diese Zahl nannte das Bundesinnenministerium auf Anfrage der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Im Vorjahr lag sie noch bei 11.300, 2017 bei nur 10.800. In Nordrhein-Westfalen, das seit Jahren eine Hochbur

Rheinische Post: FDP fordert mehr "Beinfreiheit" für Jäger: Waschbären abschießen, in Naturschutzgebieten jagen, Schalldämpfer einsetzen ...
Die FDP-Bundestagsfraktion fordert mehr Rechte für Jäger, darunter den schonungslosen Abschuss von Waschbären, den Einsatz von Schalldämpfern und Nachtzielgeräten für die Wildschweinjagd sowie die Jagd in Naturschutzgebieten. In einem der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag

Rheinische Post: Baerbock fordert vier Milliarden Euro vom Bund für Richter und Staatsanwälte ...
Die Grünen haben den sogenannten Rechtsstaats-Pakt zwischen Bund und Ländern als nicht ausreichend kritisiert und deutlich mehr Mittel der Bundesregierung für neue Justizstellen gefordert. "Um genug Richter und Staatsanwälte einstellen zu können, muss der Bund den Ländern pro Jahr 400


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z