Rheinische Post: Ex-Top-Managerin für Feierabend der Arbeitnehmer um 16 Uhr - auch der Vorstandschefs
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Männern hat sich die frühere Lufthansa-Finanzvorständin Simone Menne
für einen Feierabend der Arbeitnehmer um 16 Uhr ausgesprochen - auch
aller Top-Manager. "In Schweden gibt es ein Betreuungsmodell für
Kinder bis 16 Uhr. Und um 16 Uhr gehen die Eltern nach Hause. Auch
der Top-Manager. Das Interessante ist: So wird effizienter
gearbeitet", sagte Menne der Düsseldorfer "Rheinischen Post"
(Freitag). Für eine bessere Förderung von Frauen in der Berufswelt
müsse sich in der Wahrnehmung der deutschen Gesellschaft etwas
ändern. "Für eine Kulturänderung muss die Spitze des Unternehmens das
Neue vorleben. Der Chef muss um 16 Uhr seine Kinder abholen. Und
Vorgesetzte, die neue Arbeitszeitmodelle wagen, zum Beispiel zwei
Frauen in Teilzeit auf einem Chefposten, müssen ausgezeichnet
werden", sagte die 59-Jährige, die die erste Finanzvorständin in
einem Dax-Unternehmen war. Es bestürze sie, dass die Hälfte der 160
Börsenunternehmen keine Frauen im Vorstand habe und dies "ungestraft"
in ihren Geschäftsberichten verteidige. Menne: "Da steht wirklich:
Für den Vorstand liegt die Mindestzielgröße für den Frauenanteil bei
Null - diese Zielgröße soll in den nächsten fünf Jahren nicht
unterschritten werden." Das sei abstrus. Es sei wissenschaftlich
bewiesen, dass gemischte Vorstandsteams zu besseren Ergebnissen
kämen, weil auch die Belegschaft und die Kundschaft nicht nur aus
Männern bestünden. "Eine homogene Perspektive hilft Unternehmen heute
nicht mehr. Wenn sie nicht divers denken, sind sie auch nicht
innovativ." Man stelle sich einmal vor, ein Unternehmen würde sagen:
"Der CO2-Ausstoß ist mir völlig egal, und ich lasse Kinder nach
seltenen Erden graben. Das würde sofort abgestraft. Man muss auch
solche Aktien nicht kaufen."
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Datum: 08.03.2019 - 00:00 Uhr
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