Rheinische Post: Armut als Gesundheitsrisiko
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Menschen länger und gesünder leben als Menschen in Armut. Dennoch
müssen die Ergebnisse des AOK-Gesundheitsreports wachrütteln. Die
Unterschiede beim Gesundheitszustand von Arbeitnehmern und
Hartz-IV-Empfängern sind krass. Erschütternd ist, dass dieser Zustand
vom Baby- bis zum Greisenalter anhält. Nun hat jeder erwachsene
Mensch auch eine große Eigenverantwortung für seine Gesundheit. Wer
Vorsorge nicht in Anspruch nimmt, wer sich zu wenig bewegt und sich
falsch ernährt, hat ein höheres Risiko zu erkranken. Das sind
Binsenweisheiten, und Vater Staat kann nicht bei jedem Sofa-Sitzer
mit erhobenem Zeigefinger vorbeischauen. Die Krankenkassen brauchen
aber ganz offensichtlich neue und andere Konzepte, Versicherte besser
zu erreichen, die zu selten zum Arzt gehen, ihre Kinder nicht zur
Vorsorge bringen und wahrscheinlich auch zu wenig über den Erhalt der
eigenen Gesundheit wissen. Bislang galt der ländliche Raum als
unterversorgt, weil es dort häufig an Ärzten mangelt und der Weg zur
nächsten Klinik oft weit ist. Der AOK-Report zeigt aber, dass in den
Brennpunktvierteln der Städte die Not viel größer ist. Dort bedarf es
besonderer Angebote. www.rp-online.de
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Datum: 08.03.2019 - 21:20 Uhr
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