Smart Services erleben und anfassen

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(firmenpresse) - Aachener Dienstleistungsforum in (Inter-)Aktion

Aachen, 28. März 2019. Am 13. und 14 März trafen sich rund 120 Experten der Dienstleistungsbranche auf dem 22. Aachener Dienstleistungsforum, das dieses Jahr unter dem Motto „Smart Services etablieren“ stand. Der zunehmenden und branchenunabhängen Relevanz von Smart Services trug das Programm Rechnung, indem Vertreter der wichtigsten Branchen – u. a. Stahl, Automotive, Landmaschinen, Druck – zu Wort kamen: Professor Katja Windt, CDO der SMS group GmbH, schilderte die erfolgreiche Umsetzung von Smart Services im Großanlagenbau. Am Beispiel „Air as a service“ beschrieb Aljoscha Schlosser, BOGE KOMPRESSOREN Otto Boge GmbH & Co. KG, den Wandel des Geschäftsmodells in seinem Unternehmen. Wie Subscription-Modelle die Druckindustrie zukunftsfähig machen, zeigte Dr. David Schmedding von Heidelberger Druckmaschinen AG eindrücklich. Dass 5G „an jeder Milchkanne“ vielleicht doch eine ganz gute Idee sei, führte Peter Rudzio, CLAAS Service and Parts, aus und beschrieb die Zukunft der Agrarwirtschaft unter dem Einfluss von Digitalisierung. Ein neues Geschäftsmodell präsentierte Prof. Dr. Reiner Kurzhals mit seiner Westphalia DataLab GmbH unter dem Motto: Datenanalyse für alle. Dr. Christoph Jaschinski, Leadec Holding BV & Co. KG beschrieb die Hürden, die es zu überwinden gilt, bevor Smart Services in der Industrie erfolgreich werden. Die Abschluss-Keynote war Professor Achim Kampker, Mitgründer der Streetscooter GmbH und Institutsdirektor am FIR, vorbehalten, um die theoretischen Grundlagen für die Entwicklung von Smart Services vorzustellen. Die Frage, ob digitale Services eine Smartifizierung traditioneller Dienstleistungen sind, beantwortete Stefan Petritsch, AVL List GmbH. Bei aller Digitalisierung sei es wichtig, resümiert Dr. Philipp Jussen, Bereichsleiter Dienstleistungsmanagement am FIR, dass digitale Dienstleistungen nur in Kombination mit traditionellen Services ihre volle Stärke entwickeln. So setzten sich die Besucher vorwiegend aus klassischen Dienstleistungsanbietern zusammen, die ihr Portfolio mit Digitalisierung erweitern wollen.



Besonders die neu geschaffenen Erlebnisforen erlaubten den Teilnehmern die direkte Anwendung des Gelernten. Smart Services praktisch erfahren und erleben konnten die Besucher in den interaktiven Workshops zu den Themen „Design Thinking: Neue Geschäftsmodelle“, „Vertrieb von Smart Services“, „Digital Leadership“ und „Smart Data“.

Ein weiteres Highlight bot die Preisverleihung zum studentischen Wettbewerb, der sogenannten Case Competition: Im November 2018 hatte Ford den Aachener Studierenden im Rahmen eines Wettbewerbs die Aufgabe gestellt: “Define the commercial vehicle of the future through development of new innovative business models and services around the Ford Transit.” 15 Teams haben sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit der Aufgabe beschäftigt und für das Research and Innovation Center des amerikanischen Automobilhersteller Lösungsansätze ausgearbeitet. Kurz zuvor wurden die besten fünf Geschäftsmodelle der Jury präsentiert und besser hätte es für die Studierenden gar nicht laufen können: Ihre Cases wurden für so wertvoll erachtet, dass man die Lösungsansätze strategisch abbilden will und deren Inhalt daher unter Verschluss hält. Das Siegerteam bestand dabei aus Philipp Stich und Dorothea Czempas, die ihren Preis im Rahmen der Abendveranstaltung des Aachener Dienstleistungsforums entgegennahmen.

Das begleitende Ausstellerforum stand passend zum Thema der Fachtagung unter dem Schwerpunkt „Technologien für den Service“. Unternehmen, Verbände und Forschungsprojekte präsentierten technische Lösungen, die Unternehmen bei der Umsetzung von Smart Services unterstützen. Den Ausstellern bot sich eine renommierte Plattform, um ihr Unternehmen, ihr Leistungsportfolio oder die Ergebnisse aus Forschungsprojekten dem interessierten Publikum zu präsentieren.

Das Aachener Dienstleistungsforum hat sich deutschlandweit zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen im Bereich der industriellen Dienstleistungen und zur beliebten Austauschplattform für Unternehmen jeder Größe entwickelt. Mit der Kombination aus Fachtagung, Aussteller- und Erlebnisforum wendet sich das FIR an der RWTH Aachen Fach- und Führungskräfte, die sich mit der Gestaltung und dem Management von Dienstleistungen in der produzierenden Industrie beschäftigen. Die Fortsetzung ist bereits in Planung: Am 11. Und 12. März findet das 23. Aachener Dienstleistungsforum im Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus statt.

Weitere Informationen: dienstleistungsforum.de.
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Über das FIR an der RWTH Aachen
Das FIR ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungs- und Ausbildungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation, Informationslogistik und Unternehmens-IT mit dem Ziel, die organisationalen Grundlagen zu schaffen für das digital vernetzte industrielle Unternehmen der Zukunft.
Mit Erforschung und Transfer innovativer Lösungen leistet das FIR einen Beitrag zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Dies erfolgt in der geeigneten Infrastruktur zur experimentellen Organisationsforschung methodisch fundiert, wissenschaftlich rigoros und unter direkter Beteiligung von Experten aus der Wirtschaft. Im Zentrum der Betrachtung liegen die industriellen Verticals als Anwendungsfälle. Dies sind aktuell: Future Logistics, Smart Services und Smart Maintenance, Smart Commercial Buildings und Smart Mobility.

Das Institut begleitet Unternehmen, forscht, qualifiziert und lehrt in den Bereichen Dienstleistungsmanagement, Business-Transformation, Informationsmanagement und Produktionsmanagement. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen fördert das FIR die Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen.

Seit 2010 leitet der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich, zudem das Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Im Cluster Smart Logistik ermöglicht das FIR eine bisher einzigartige Form der Zusammenarbeit zwischen Vertretern aus Forschung und Industrie. Das FIR wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, unterstützt als Johannes-Rau-Forschungsinstitut die Forschungsstrategie des Landes und beteiligt sich an den entsprechenden Landesclustern, um den Standort NRW zu stärken.



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Datum: 28.03.2019 - 12:01 Uhr
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