Rheinische Post: Bildungsministerin Karliczek will einen TÜV für Künstliche Intelligenz
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hat sich für ein offizielles Gütesiegel für Produkte mit Künstlicher
Intelligenz ausgesprochen. "In Deutschland haben wir gute Erfahrungen
mit TÜV und Stiftung Warentest gemacht. Gütesiegel zählen etwas",
schreibt Karliczek in einem Gastbeitrag für die Online-Ausgabe der
Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag). "Ich finde, wir sollten
über einen TÜV für vertrauenswürdige Künstliche Intelligenz ,made in
Europe` nachdenken. Ich bin überzeugt: Ein solches Gütesiegel wäre
ein gutes Verkaufsargument, sogar über Europa hinaus", erklärte die
Ministerin. Vertrauen sei Voraussetzung dafür, dass Menschen KI
nutzen wollten. Karliczek machte auf die Gefahren der Künstlichen
Intelligenz aufmerksam: "KI lernt selbst. Sie lernt von unserem
Verhalten. Aber lernt sie das Richtige? Oder verstärkt sie unsere
Vorurteile? Irrt sie sich auf eine neue, für uns fremde Art? Was ist,
wenn sie zu dem Ergebnis kommt, dass unsoziales Verhalten sich lohnt,
Demokratie ihr als nicht effizient erscheint, sie den Menschen als
fehlerhaft beurteilt und zum Risiko erklärt? Wie finden wir das
heraus? Wie kontrollieren wir KI? Wie stellen wir sicher, dass sie
dem Menschen dient?" Die Ministerin verwies darauf, dass China die KI
nutze, um seine Bürger zu überwachen und die Macht des Staates
auszuweiten. In den USA liege die Datenmacht bei einigen wenigen
großen Unternehmen. "Beides wollen wir in Deutschland, in Europa
nicht", betonte die CDU-Politikerin.
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Datum: 19.04.2019 - 00:00 Uhr
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