Private Sender protestieren gegen politische Pläne zu einem öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal
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zusammengeschlossenen privaten Sender protestieren gegen die
Überlegungen der Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder und
Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, den
beitragsfinanzierten Rundfunkanstalten mehr Rechte einzuräumen, über
ihre Programmangebote selbst flexibel zu entscheiden und damit einen
öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal zu ermöglichen.
Hans Demmel, Vorstandsvorsitzender des VAUNET, sagte: "Dieser
Vorschlag geht vollkommen an der Realität vorbei. Er folgt dem
bekannten Schema: Bei ARD und ZDF immer Draufsatteln und nicht
massentaugliche Themen in Spartenkanäle abschieben. Und all das, ohne
sich die Auswirkungen auf den Markt vor Augen zu führen. Es gibt in
Deutschland zwei hervorragende private Nachrichtensender, die bei
allen Breaking News der vergangenen Jahre schnell reagiert und seriös
und verlässlich informiert haben. Das jetzt diese beiden Sender, in
denen hervorragend journalistisch gearbeitet wird, durch einen
zusätzlichen beitragsfinanzierten Kanal in ihrer Existenz gefährdet
werden sollen, ist vollkommen inakzeptabel. Das umso mehr, als dass
es mit tagesschau24, ZDFinfo und Phoenix schon drei
öffentlich-rechtliche Infokanäle gibt."
Gleichzeitig verwehrte Demmel sich gegen den Ansatz, die
Öffentlich-Rechtlichen sollten über ihre eigenen Programme flexibler
selbst entscheiden können: "Die künftige Konkretisierung des Auftrags
darf nicht nur den Gremien von ARD und ZDF überlassen werden. Die
Länder müssen von ihrem verfassungsrechtlichen Gestaltungsauftrag
Gebrauch machen, anstatt sich hier lediglich auf eine
Mindestbeauftragung zu beschränken. Sie müssen dabei
verantwortungsvoll die Entwicklungsperspektive des gesamten Marktes
im Blick haben. Wenn wir die existierende Medienvielfalt sichern
wollen, braucht es dazu eine ausgewogene Balance der
beitragsfinanzierten Angebote von ARD und ZDF zu allen anderen
Medienangeboten im Markt."
Über VAUNET
VAUNET ist der Spitzenverband der privaten audiovisuellen Medien
in Deutschland. Unter VAUNET - Verband Privater Medien e.V. firmiert
seit dem 21. Mai 2018 der vormalige VPRT (Verband Privater Rundfunk
und Telemedien) mit Sitz in Berlin und einem Büro in Brüssel. Zu den
vielfältigen Geschäftsfeldern der rund 150 Mitglieder gehören TV-,
Radio-, Web- und Streamingangebote. Die Verbandsarbeit richtet sich
an der konvergenten Entwicklung der Märkte für audiovisuelle Medien
aus und gestaltet auf nationaler wie europäischer Ebene die
Rahmenbedingungen aktiv mit. Der Wirtschaftsverband hat zum Ziel,
Akzeptanz für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der
audiovisuellen Medien zu schaffen sowie die große
gesellschaftspolitische und kulturelle Bedeutung der Branche im
digitalen Zeitalter ins Bewusstsein zu rücken.
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Datum: 10.05.2019 - 13:17 Uhr
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